© Wiener Staatsballett/Ashley Taylor
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Alessandra Ferri vom französischen Staat für ihr Lebenswerk geehrt

Alessandra Ferri, Direktorin des Wiener Staatsballetts und gefeierte prima ballerina assoluta, ist von der Französischen Republik zur Offizierin im Orden der Künste und der Literatur ernannt worden. Die Auszeichnung wurde in der Französischen Botschaft am Schwarzenbergplatz von Botschafter Matthieu Peyraud überreicht.

Der Orden der Künste und der Literatur zählt zu den bedeutendsten Ehrungen Frankreichs. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich durch herausragendes Schaffen im künstlerischen, kulturellen oder literarischen Bereich oder durch die Förderung französischer Kunst und Literatur weltweit hervorgetan haben. Mit dieser Auszeichnung ehrt Frankreich nicht nur Alessandra Ferris außergewöhnliche Karriere, sondern auch ihr langjähriges Engagement für die Tanzkunst und ihre Vermittlung.

Botschafter Peyraud würdigte in seiner Ansprache die tiefe Verbindung Ferris’ zu Frankreich und hob hervor, dass sie mit ihrer Arbeit französische Meisterwerke auf internationale Bühnen gebracht und die Geschichte des Tanzes nachhaltig geprägt habe.

Alessandra Ferri nahm die Ehrung mit bewegten Worten entgegen. Sie erinnerte an ihre prägenden Begegnungen mit französischen Künstler*innen und Publikumsmomenten, die ihr künstlerisches Leben bereichert haben: „Frankreich war ein wesentlicher Teil meiner Reise. Meine Zusammenarbeit mit Roland Petit und dem Ballet de Marseille hat mich tief geprägt. Durch seine Werke entdeckte ich theatralische Intensität und dramatische Wahrheit. Mit Pierre Lacotte und dem Ballet de Nancy erlebte ich die Hingabe an Geschichte, Stil und die lebendige Bewahrung des klassischen Erbes. Das Tanzen an der Opéra de Paris eröffnete mir einen besonderen Dialog zwischen Künstlern und Publikum – einen Dialog von Intelligenz, Sensibilität und hohen Erwartungen.“ Ferri unterstrich zugleich, dass „Kunst keine Grenzen kennt: sie zirkuliert, verwandelt sich und verbindet Menschen.“

Die Zeremonie endete mit der berührenden Méditation aus Thaïs von Jules Massenet, interpretiert von Victoria Trusewicz an der Violine und Shino Takizawa am Klavier, und hinterließ einen Moment von stillem, gemeinsamem Respekt und Bewunderung.

© Wiener Staatsballett/Ashley Taylor