Gut 20 Jahre war Xin Peng Wang in Dortmund überaus erfolgreich, vorrangig mit Erzählballetten. Als Nachfolger hat man da zwei Möglichkeiten: entweder diese Linie fortsetzen oder alles anders machen. Wofür haben Sie sich entschieden?
Ich sehe da kein Entweder Oder. Unser künstlerischer Schwerpunkt bleibt das Handlungsballett, das wir allerdings etwas anders sehen als andere Kompanien. Wir wollen Biografien und Thematiken verhandeln, die möglichst noch nie im Tanz zu sehen waren. Damit möchte ich auch den Tänzern Entwicklungsmöglichkeiten bieten. In sinfonischen Werken tanzen meist alle das gleiche. Sobald es um die Zeichnung von Charakteren geht, sind die Tänzer auch als Darsteller gefordert. Selbst wenn wir nun insgesamt in sehr große Fußstapfen treten, bin ich überzeugt, wir schaffen das.
Wer hatte die Idee, ein Leitungstrio zu installieren? Was ist der Vorteil?
Das dürfte nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit einzigartig sein. Damit will ich für die Tänzer Kontinuität schaffen. Beide Artists in Residence, die Belgierin Annabelle Lopez Ochoa und der Rumäne Edward Clug, arbeiten in Stil und Bewegungssprache komplett unterschiedlich. Das hilft der Kompanie, vorwärts zu kommen. Die Idee für diese Konstellation stammt von mir. Ich selbst bin ausschließlich Intendant.
Haben Ochoa und Clug Mitspracherecht oder sind sie „nur“ Choreografen?
Wir besprechen alles im Team. Die letzte Entscheidung liegt jedoch bei mir – und damit auch die Verantwortung.
Wie genau funktioniert diese choreografische Arbeitsteilung für Kompanie und NRW Juniorballett?

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