© Christophe Bernard
DFY+Performance

Morricone in Magdeburg

Das Aterballetto beim Festival „Tanz im Mai“ in der Elbestadt

Mit einer Lampe an langem Biegestab funzelt ein Mann noch vor Beginn der Vorstellung durch den Saal, leuchtet einzelne Zuschauer heraus. Auch über die Szene fährt eine Laterne und gibt matt den Blick auf eine konvexe, grau abgeschabte Hausfassade frei. Sanfte Streicher begleiten, an der Rampe der überbauten Orchesterwanne ticken zwei Metronome, erst synchron, dann gegensinnig. Danach setzen gewaltig Orchester und Chor ein, fließen immer wieder verschiedenste, stets hochemotionale Musiken collagenhaft zusammen. Zur „Notte Morricone“ hat das Aterballetto aus Reggio Emilia ins Opernhaus Magdeburg geladen und entfaltet 90 Minuten lang einen zauberischen Bilderbogen, von dem man am Ende nicht genau weiß, was eigentlich man da gesehen hat, und dennoch angeregt und berührt ist.

Fotos: © Christophe Bernard

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