A FOLIA , Ch. Marco da Silva Ferreira, CCN - Ballet de Lorraine © Laurent Philippe
Newsroom

Tanztriennale Hamburg zieht nach einer Woche eine begeisternde Bilanz

Mit den Stücken „Musseque“ von Fábio (Krayze) Januário und „I am different“ von Ricardo Urbina endete am Sonntagabend auf Kampnagel die erste Tanztriennale unter der künstlerischen Leitung von Monica Gillette und Gwen Hsin-Yi Chang. Insgesamt 83 Veranstaltungen verteilten sich vom 14. bis 21. Juni auf Bühnen, Museen, Schulen und ungewöhnliche Orte wie eine Skaterhalle – unter dem Motto „Brave Moves. Courageous Joy.“ Die Resonanz sei enorm gewesen, teilte die Tanztriennale mit: Die Vorstellungen, ob kostenfrei im Stadtraum oder in Veranstaltungshäusern, seien größtenteils ausverkauft gewesen.

Alexei Ratmansky und Hamburg Ballett, Wunderland © David Szauder

Das Festival punktete mit zahlreichen Deutschlandpremieren, darunter ein Triple-Bill des CCN Ballet de Lorraine mit Werken von Jan Martens, Twyla Tharp und Marco da Silva Ferreira, sowie Produktionen von Julien Carlier, Chiara Bersani und dem litauischen Duo Lisičkinaite/Shugaleev. Mehrere Uraufführungen entstanden eigens für Hamburg, etwa im Residenzprogramm Counter Balance und mit Chiara Frigos Mitmach-Stück „A Human Song“, an dem rund 40 Hamburger:innen beteiligt waren. Auch Alexei Ratmanskys neues Werk „Wunderland“ für das Hamburg Ballett feierte im Rahmen der Triennale Premiere.

Den Auftakt bildete am 14. Juni eine erste getanzte City Parade durchs Stadtgebiet, an der laut Veranstalter mehr als 550 Tänzerinnen und Tänzer aus Hamburger Tanzschulen und Vereinen teilnahmen. Parallel zum Bühnenprogramm tauschten sich beim viertägigen Forum „Collective Impact“ nach Angaben der Veranstalter rund 400 Tanzschaffende über aktuelle Entwicklungen der Branche aus.

Initiiert wurde das neue Festivalformat von der Kulturstiftung des Bundes, die es mit 950.000 Euro als kulturellen Leuchtturm fördert; die Stadt Hamburg steuert weitere 600.000 Euro bei. Getragen wird die Triennale vom gleichnamigen Verein, einem Zusammenschluss aus Hamburg Ballett, Kampnagel und K3 – Zentrum für Choreographie. Schon im Vorfeld hatten monatliche Formate wie die „Moving Meetings“ und „All Moves“ ein Netzwerk zwischen Tanzschaffenden und Publikum geknüpft.

Die nächste Ausgabe der Tanztriennale ist für 2029 geplant.