Manchmal bestätigt eine Auszeichnung, was auf der Bühne längst sichtbar geworden ist. Sophie Burke, seit der Spielzeit 2023/24 Mitglied des Badischen Staatsballetts, wurde im Rahmen der Ballettgala am 19. Juli mit dem Karlsruher Tanzpreis 2026 geehrt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt jährlich ein Ensemblemitglied, das in der laufenden Saison durch herausragende künstlerische Leistungen überzeugt hat.
Die in Sydney geborene Tänzerin hat sich in Karlsruhe innerhalb kurzer Zeit ein bemerkenswertes Repertoire erarbeitet. Spätestens mit ihrer eindringlichen Interpretation der Julia in Jean-Christophe Maillots Romeo und Julia rückte sie in den Mittelpunkt des Interesses. In der aktuellen Spielzeit folgte mit Lucy in Kenneth Tindalls Dracula eine weitere Hauptrolle, in der sie ihre darstellerische Präsenz eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Ausgerechnet diese Produktion prägte auch den Abend der Preisverleihung. Das Duett aus dem ersten Akt von Dracula war Teil der Ballettgala, verletzungsbedingt konnte Burke die Szene jedoch nicht selbst tanzen. Nach dem Auftritt ihrer Kollegin Carolin Steitz nahm sie die Auszeichnung aus den Händen der Stifter Dr. med. Sabine Raulin und Prof. Dr. Christian Raulin entgegen. Zur Ehrung gehören neben einer von dem Kunststudenten Arash Abramians gestalteten Skulptur auch ein Preisgeld von 5.000 Euro.
Mit dem Karlsruher Tanzpreis würdigen die Stifter nicht nur außergewöhnliche Leistungen auf der Bühne, sondern möchten zugleich die weitere künstlerische Entwicklung der Preisträgerinnen und Preisträger fördern. Ballettdirektor Raimondo Rebeck begrüßte die Fortführung des Preises als wichtiges Zeichen der Anerkennung für die Arbeit des Ensembles.
Nach ihrer Ausbildung an der Australian Ballet School und einer Spielzeit beim Australian Ballet wechselte Sophie Burke 2023 nach Karlsruhe. Der Karlsruher Tanzpreis markiert einen weiteren Meilenstein einer Laufbahn, die in bemerkenswert kurzer Zeit an Kontur gewonnen hat.








