{"id":59329,"date":"2024-12-16T10:17:29","date_gmt":"2024-12-16T10:17:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=59329"},"modified":"2026-04-16T07:21:52","modified_gmt":"2026-04-16T07:21:52","slug":"hamburg-im-leerlauf-zum-paradestueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/hamburg-im-leerlauf-zum-paradestueck\/","title":{"rendered":"Hamburg: Im Leerlauf zum Paradest\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">Von Horst Vollmer<\/p>\n<p>Erste Spielzeit, zweite Premiere: Demis Volpi geht seinen Weg als Nachfolger eines \u00fcberlebensgro\u00dfen Vorg\u00e4ngers weiter und setzt mehr Zeichen der Ver\u00e4nderung &#8211; mit einem zweist\u00fcndigen Doppelprogramm aus einer Urauff\u00fchrung von Aszure Barton und einer \u00dcbernahme aus Mailand von William Forsythe. Der Abend beginnt mit choreografischem Leerlauf und wolkiger Programmheftlyrik &#8211; und endet erstklassig.<\/p>\n<p>\u201eSlow Burn\u201c hei\u00dfen das Programm und das f\u00fcr Hamburg geschaffene Werk Aszure Bartons. Barton wurde in Kanada geboren, vor allem in Toronto ausgebildet, auch in Stuttgart. Ihre B\u00fchne ist die Welt: Die Liste der Kompanien zwischen Nordamerika, Europa und Australien, f\u00fcr die sie seit 30 Jahren choreografiert, ist lang und beeindruckend. Ihr musikalischer Partner ist diesmal Ambrose Akinmusire, Jazztrompeter, Bandleader und Komponist. Streicher und Blasinstrumente dominieren sein verhaltenes, knapp einst\u00fcndiges Werk, aus dessen emotional grundierten Klangfl\u00e4chen gelegentlich zaghafte, allm\u00e4hlich anschwellende Spitzen herausragen: \u201eSlow Burn\u201c bezeichnet eine langsame Entwicklung und Steigerung.<\/p>\n<p>Die Farben des St\u00fccks sind Schwarz f\u00fcr die B\u00fchne und, in vielfachen Abstufungen, Orange f\u00fcr die Kost\u00fcme, die f\u00fcr Damen und Herren identisch sind: weit geschnittene Overalls, appliziert mit Riesenbl\u00fcten oder Stufenr\u00f6cken. Man tanzt auf flacher Sohle, es gibt je drei Solistinnen und Solisten, Hauptakteur ist jedoch die 20-k\u00f6pfige Gruppe. Es beginnt am Boden, kriechend, ist auch sp\u00e4ter, auf die F\u00fc\u00dfe gestellt, stets erdverbunden, und kehrt immer wieder auf den Boden zur\u00fcck: es wird gerobbt und gerollt, auf-, \u00fcber- und nebeneinander, in Reihe sitzend wird gewunken oder man spielt \u201eWelle\u201c, und aus Landschaften liegender K\u00f6rper erheben sich einzelne Soli, Duette, kleine Ensembles.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-59331\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Artem-Prokopchuk-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1294\" height=\"863\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Artem-Prokopchuk-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West-Kopie.jpg 1294w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Artem-Prokopchuk-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Artem-Prokopchuk-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Artem-Prokopchuk-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Artem-Prokopchuk-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West-Kopie-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1294px) 100vw, 1294px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Aszure Bartons \u201cSlow Burn\u201c, Artem Prokopchuk und Ensembledes Hamburg Ballett \u00a9 Kiran West<\/p>\n<p>Das Problem des Werks ist nicht seine musikalische, seine atmosph\u00e4rische oder seine &#8211; trotz der h\u00e4ufig modulierten Formationen \u2013 choreographische Eint\u00f6nigkeit. \u201eSlow Burn\u201c ist zwar zu lang, zu beliebig und harmlos, doch es ist nett anzusehen, ist das Gegenteil einer Zumutung und bietet den (gro\u00dfartigen) T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzern die M\u00f6glichkeit, sich anders zu pr\u00e4sentieren als es das Hamburger Publikum gewohnt ist. Das Problem des Werks ist vielmehr seine Idee und dessen (ausbleibende) Umsetzung. Was Barton in \u201eSlow Burn\u201c langsam aufzukochen meint, sind \u00fcber einen langen Zeitraum wachsende, tiefe Gef\u00fchle. Die Inspiration zu ihrem St\u00fcck sch\u00f6pft sie aus ihrer Bewunderung \u00e4lterer Frauen, die das Leben weise gemacht hat.<\/p>\n<p>Doch so sch\u00f6n das Thema \u2013 Barton scheitert daran, und nicht nur halb. Was sie sich als Gegenstand ihres St\u00fccks erw\u00e4hlt hat und in Programmhefttexten (St\u00fcckdramaturgie: Carmen Kovacs) wolkig er-, besser: verkl\u00e4rt wird \u2013 nichts davon macht die Choreografie sichtbar. Hat jemals jemand untersucht, wie viele Theaterbesucher Programmhefte lesen? Wer\u2019s in diesem Fall nicht tut, sieht jedenfalls nicht, was das St\u00fcck zu zeigen beabsichtigt \u2013 und allen anderen ergeht es ebenso.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-59332\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Kohana-Wlliams_\u00a9-Kiran-West-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1246\" height=\"831\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Kohana-Wlliams_\u00a9-Kiran-West-Kopie.jpg 1246w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Kohana-Wlliams_\u00a9-Kiran-West-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Kohana-Wlliams_\u00a9-Kiran-West-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Kohana-Wlliams_\u00a9-Kiran-West-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Kohana-Wlliams_\u00a9-Kiran-West-Kopie-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1246px) 100vw, 1246px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Silvia Azzoni, Madoka Sugai, Kohana Williams in \u201eSlow Burn\u201c, Ch. Aszure Barton \u00a9 Kiran West<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-59333\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West_2-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1450\" height=\"966\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West_2-Kopie.jpg 1450w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West_2-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West_2-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West_2-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Aszure-Barton_Slow-Burn_TaenzerInnen_Silvia-Azzoni-Madoka-Sugai-Ensemble-Hamburg-Ballett_\u00a9-Kiran-West_2-Kopie-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201cSlow Burn\u201c, Ch. Aszure Barton, Silvia Azzoni, Madoka Sugai, Ensemble \u00a9 Kiran West<\/p>\n<p>Zwar vergibt Barton charakterisierende Rollenbezeichnungen: Silvia Azzoni und Madoka Sugai sind \u201eWeise Frauen\u201c, Lormaigne Bockm\u00fchl stellt \u201eFreude\u201c dar, Daniele Bonelli \u201eEmpathie\u201c und Evan L\u2019Hirondelle und Artem Prokopchuk sind \u201eDie Verb\u00fcndeten\u201c (man vermutet: der weisen Frauen). Es ist jedoch allein der Besetzungszettel, der den narrativen Gehalt dieser Parts vermittelt, nicht die Choreografie. In keinem Moment gelingt es Barton, auf einer Ebene \u201ehinter\u201c und \u201ezwischen\u201c dem blo\u00dfen Miteinander-Tanzen Beziehungen, Emotionen, Zwischenmenschliches sichtbar zu machen. Das wird beispielhaft und geradezu schmerzhaft deutlich an Silvia Azzoni: 51 Jahre alt, reifer und reicher an Tanz- und Lebenserfahrung als alle anderen auf der B\u00fchne, setzt Barton sie dennoch genau wie alle anderen auf der B\u00fchne ein als w\u00e4r\u2019s eine \u00dcbung in \u201eIch kann noch mithalten\u201c (was Azzoni kann) \u2013 und dabei w\u00e4re Azzoni doch pr\u00e4destiniert, durch Ausstrahlung, Bewegung und Ausdruck anderes, \u201e\u00e4lteres\u201c und weiseres als die anderen zu erz\u00e4hlen und damit einen Spannungsbogen herzustellen, der das Thema des St\u00fccks transportieren k\u00f6nnte. Dass Barton das nicht sieht, zumal nicht gestaltet: Eine vertane Chance.<\/p>\n<p>Nicht in Programmhefttexten ist die Wahrheit eines B\u00fchnenwerkes zu finden, sondern auf der B\u00fchne: Das zeigt nach dem choreografischen Leerlauf von \u201eSlow Burn\u201c der zweite Teil des Abends. William Forsythes \u201eBlake Works V (The Barre Project)\u201c kam im Mai 2023 an der Mail\u00e4nder Scala zur Urauff\u00fchrung, wie die anderen \u201eBlake\u201c-Arbeiten zu einer Auswahl der ungew\u00f6hnlichen, zwischen Melancholie und Clubatmosph\u00e4re hin- und herpendelnden Songs und Musikst\u00fccke von James Blake. Die Choreografie ist ein Paradest\u00fcck f\u00fcr zehn Herren und f\u00fcnf Damen: So neoklassisch wie Forsythes beste Arbeiten, frei aller Experimente zu B\u00fchnenraum und -zeit, allein aus Bewegung bestehend, reduziert und zugleich \u00fcberw\u00e4ltigend vielgestaltig in den zahllosen Variationen in Arm- und Beinf\u00fchrung, in der Verschiebung des Torsos, des Beckens, der H\u00fcften. Es ist eine Feier des Kanons der Danse d\u2019\u00e9cole \u2013 freilich gebrochen im Licht des 21. Jahrhunderts \u2013 und der Sch\u00f6nheit und W\u00fcrde des (tanzenden) Menschen, wie sie der DNA des klassischen Tanzes eingeschrieben sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-59335\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Charlotte-Larzelere_\u00a9_Kiran-West-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1307\" height=\"871\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Charlotte-Larzelere_\u00a9_Kiran-West-Kopie.jpg 1307w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Charlotte-Larzelere_\u00a9_Kiran-West-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Charlotte-Larzelere_\u00a9_Kiran-West-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Charlotte-Larzelere_\u00a9_Kiran-West-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Charlotte-Larzelere_\u00a9_Kiran-West-Kopie-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1307px) 100vw, 1307px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Charlotte Larzelere in \u201eBlake Works V\u201c, Ch. William Forsythe The Barre Project \u00a9 Kiran West<\/p>\n<p>Der Ursprung der \u201eBlake\u201c-St\u00fccke Forsythes in der Zeit der Corona-Pandemie, als K\u00fcchen und Wohnzimmer zu Tanzstudios wurden und das Internet sie zu einem virtuellen Probenraum verband, ist dem St\u00fcck eingebrannt: Es beginnt an einer Stange, die zwischen den zwei Teilen eines bis auf einen Spalt zugezogenen R\u00fcckvorhangs sichtbar ist &#8211; ein Bild gewisserma\u00dfen im vertikalen Smartphone-Format. Einmal bildet ein Film \u2013 eine Stange, H\u00e4nde &#8211; den \u00dcbergang zur n\u00e4chsten Sequenz. Und weit \u00fcberwiegend sind es Soli, aus denen das Werk besteht. Zwar ereignen sie sich mitunter gleichzeitig nebeneinander, korrespondieren gelegentlich miteinander oder sind auch schon einmal auf sich abl\u00f6sende Solisten verteilt. Meist jedoch stehen sie f\u00fcr sich allein, eines nach dem anderen, allein im weiten Schwarz der B\u00fchne. Jedes ereignet sich wie unter Hochdruck: rasend schnell (selbst die vielen Drehungen, alle \u2013 man muss zweimal hinsehen, um es zu glauben &#8211; auf Halbspitze), scharfkantig, in Sekundenschnelle auf den Punkt gebracht \u2013 und schon kommt der, die n\u00e4chste aus der Gasse f\u00fcr das n\u00e4chste Solo.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-59334\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Francesco-Cortese-Alexandre-Riabko_\u00a9_Kiran-West-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1390\" height=\"927\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Francesco-Cortese-Alexandre-Riabko_\u00a9_Kiran-West-Kopie.jpg 1390w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Francesco-Cortese-Alexandre-Riabko_\u00a9_Kiran-West-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Francesco-Cortese-Alexandre-Riabko_\u00a9_Kiran-West-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Francesco-Cortese-Alexandre-Riabko_\u00a9_Kiran-West-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Francesco-Cortese-Alexandre-Riabko_\u00a9_Kiran-West-Kopie-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1390px) 100vw, 1390px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Francesco Cortese, Alexandre Riabko in \u201eBlake Works V\u201c, Ch. William Forsythe The Barre Project \u00a9 Kiran West<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-59342\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Anna-Laudere-Matias-Oberlin_\u00a9_Kiran-West-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1333\" height=\"888\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Anna-Laudere-Matias-Oberlin_\u00a9_Kiran-West-Kopie.jpg 1333w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Anna-Laudere-Matias-Oberlin_\u00a9_Kiran-West-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Anna-Laudere-Matias-Oberlin_\u00a9_Kiran-West-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Anna-Laudere-Matias-Oberlin_\u00a9_Kiran-West-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/William-Forsythe_Blake-Works-V_The-Barre-Project_TaenzerInnen_Anna-Laudere-Matias-Oberlin_\u00a9_Kiran-West-Kopie-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1333px) 100vw, 1333px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Anna Laudere und Matias Oberlin in \u201eBlake Works V\u201c, Ch. William Forsythe The Barre Project \u00a9 Kiran West<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Forsythe: Im ersten Teil zeigen Anna Laudere und Matias Oberlin eines der wenigen Nicht-Soli, das einzige, in dem die T\u00e4nzer eine Beziehung zueinander darstellen, und haben darin zwei ber\u00fchrend emotionale Momente, augenblickskurz aufscheinend aus vermeintlich purer Bewegung &#8211; als verbeugte sich Forsythe vor Hans van Manen. Sie blicken sich an, nicht nur von T\u00e4nzerin zu T\u00e4nzer, sondern von Mensch zu Mensch, und finden sich kurz darauf in einer Pose wieder, die eine nicht nur k\u00f6rperliche Verbindung herstellt: sie mit einer Hand auf seiner Brust, wobei beide, sich anblickend, er sie mit geneigtem Kopf, langsam zur Seite abgehen. Was der erste Teil des Abends nur behauptete \u2013 hier ereignet es sich, v\u00f6llig unerwartet in einem \u201eForsythe\u201c: Tanz, der \u201ehinter\u201c und \u201ezwischen\u201c den Bewegungen eine weitere Ebene entstehen l\u00e4sst, ein Mehr, das \u00fcber den reinen Tanz hinausweist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Horst Vollmer Erste Spielzeit, zweite Premiere: Demis Volpi geht seinen Weg als Nachfolger eines \u00fcberlebensgro\u00dfen Vorg\u00e4ngers weiter und setzt mehr Zeichen der Ver\u00e4nderung &#8211; mit einem zweist\u00fcndigen Doppelprogramm aus einer Urauff\u00fchrung von Aszure Barton und einer \u00dcbernahme aus Mailand von William Forsythe. 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