{"id":59275,"date":"2024-12-03T14:01:48","date_gmt":"2024-12-03T14:01:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=59275"},"modified":"2026-04-16T07:21:52","modified_gmt":"2026-04-16T07:21:52","slug":"ausstellung-goldene-jahre-koelner-tanztraeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/ausstellung-goldene-jahre-koelner-tanztraeume\/","title":{"rendered":"Ausstellung: \u201eGoldene Jahre: K\u00f6lner Tanztr\u00e4ume\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wenn auch das \u201eK\u00f6lsche Grundjesetz\u201c in Artikel 3 besagt, \u201ees h\u00e4tt noch emmer jootjejange\u201c \u2013 in Sachen B\u00fchnentanz und K\u00f6ln irrt der lokale Volksmund. Die <a href=\"https:\/\/www.deutsches-tanzarchiv.de\/museum\"><strong>Jahresausstellung<\/strong> <\/a>(<a href=\"https:\/\/www.deutsches-tanzarchiv.de\/museum\">bis 23. Februar 2025<\/a>) des Deutschen Tanzarchivs im K\u00f6lner Mediapark ist dem Tanzschaffen in K\u00f6ln zwischen 1957 und 1971 gewidmet, jener Zeit also, als K\u00f6ln eine Tanzstadt von Bedeutung war. Auff\u00fchrungsfotos, Portr\u00e4ts, Programmhefte, Besetzungszettel und Zeitungsausschnitte erinnern an ein Vierteljahrhundert t\u00e4nzerischer Aufbauarbeit: Aurel von Milloss, Todd Bolender, Gise Furtw\u00e4ngler und Peter Appel leiten das klassisch trainierte Ensemble am neu errichteten Opernhaus, es entstehen das Institut f\u00fcr B\u00fchnentanz, die f\u00fcr die Tanzentwicklung in der Bundesrepublik so wichtige K\u00f6lner Sommerakademie des Tanzes und ein bedeutender Choreografischer Wettbewerb (in einer Vitrine zeigt man die eigenh\u00e4ndigen Wettbewerbs-Anmeldungen von Hans Kresnik und Pina Bausch).<\/p>\n<p>Die Ausstellung l\u00e4sst den \u201eK\u00f6lner Ballettkrieg\u201c wieder lebendig werden und die heftig gef\u00fchrten Debatten zwischen \u201eKlassikern\u201c und \u201eModernen\u201c. Und sie l\u00e4sst &#8211; durchaus subtil &#8211; die \u201eK\u00f6lner Tanztr\u00e4ume\u201c 1971 enden, als mit dem Wechsel von einem neoklassischen zu einem am Modern Dance ausgerichteten Ensemble und Repertoire (was schon damals auch mit Sparzw\u00e4ngen begr\u00fcndet wurde) der Niedergang K\u00f6lns als Tanzstadt begann, langsam und zun\u00e4chst nicht absehbar, aber letztlich doch radikal gr\u00fcndlich mit der ersatzlosen Aufl\u00f6sung des \u201eTanzforums\u201c 1997. Seither scheiterten verschiedene Versuche, an der Oper der viertgr\u00f6\u00dften Stadt Deutschland wieder ein festes Tanzensemble zu installieren, kl\u00e4glich. Dem aktuellsten dieser Pl\u00e4ne, der mit dem \u201eAus\u201c f\u00fcr Richard Siegals Truppe am Schauspiel K\u00f6ln verk\u00fcndet wurde, k\u00f6nnte dasselbe Schicksal bl\u00fchen: Man h\u00f6rt, der Plan k\u00f6nnte aus Kostengr\u00fcnden um drei Jahre \u201egeschoben\u201c werden. Gut m\u00f6glich also, dass eine andere K\u00f6lner Weisheit sich bewahrheitet: \u201eWat fottes, es fott.\u201c<\/p>\n<p>Horst VOLLMER<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn auch das \u201eK\u00f6lsche Grundjesetz\u201c in Artikel 3 besagt, \u201ees h\u00e4tt noch emmer jootjejange\u201c \u2013 in Sachen B\u00fchnentanz und K\u00f6ln irrt der lokale Volksmund. Die Jahresausstellung (bis 23. 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