{"id":57400,"date":"2023-11-06T11:42:17","date_gmt":"2023-11-06T11:42:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=57400"},"modified":"2026-04-16T07:25:42","modified_gmt":"2026-04-16T07:25:42","slug":"taenzernews-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/taenzernews-10\/","title":{"rendered":"T\u00e4nzernews 10#"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Bef\u00f6rderungen und Abschiede<\/strong><\/h4>\n<p>Beim Stuttgarter Ballett wurde <strong>Mackenzie Brown<\/strong> nach ihrem Deb\u00fct als Julia in John Crankos \u201eRomeo und Julia\u201c zur Ersten Solistin bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Beim Bolschoi-Ballett wurde <strong>Dmitry Vyskubenko<\/strong> zum Ersten Solisten bef\u00f6rdert, er hatte von 2016 bis 2022 beim Bayerischen Staatsballett getanzt.<\/p>\n<p>Beim Pariser Opernballett verabschiedete sich die \u00c9toile-Ballerina <strong>\u00c9milie Cozette<\/strong> im September beim gro\u00dfen Defil\u00e9 zur Saisoner\u00f6ffnung von der B\u00fchne. Sie war 2007 zur \u00c9toile ernannt worden.<\/p>\n<p>Bei Het Nationale Ballet in Amsterdam hat der langj\u00e4hrige Principal Dancer <strong>James Stout<\/strong> seine Karriere nach 16 Jahren beendet. Der britisch-kanadische T\u00e4nzer verabschiedete sich im Pas de deux \u201eAfter the rain\u201c von Christopher Wheeldon.<\/p>\n<p>Die \u00d6sterreicherin <strong>Natascha Mair<\/strong> hat das English National Ballet verlassen, um sich neuen Projekten zu widmen. Die Wienerin tanzte seit 2012 im Wiener Staatsballett, 2018 wurde sie von Direktor Manuel Legris zur Ersten Solistin bef\u00f6rdert. Von 2020 bis 2023 war Mair Principal Dancer beim English National Ballet in London.<\/p>\n<p><strong>Grace Maduell Holmes<\/strong> wird neue Direktorin der San Francisco Ballet School. Sie folgt auf den renommierten P\u00e4dagogen und Direktor Patrick Armand, der auch oft beim Prix de Lausanne im Einsatz war. Holmes tanzte von 1983 bis 1995 im San Francisco Ballet, zuletzt als Solistin, dann beim Birmingham Royal Ballet, bevor sie P\u00e4dagogin wurde. Seit 2014 war sie Leiterin der Kansas City Ballet School.<\/p>\n<h4><strong>Todesf\u00e4lle<\/strong><\/h4>\n<p><strong><br \/>\nEdmund Gleede<\/strong>, ehemaliger Direktor des Balletts der Bayerischen Staatsoper von 1980 bis 1984, verstarb am 12. September 2023. Er hatte Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte studiert, arbeitete als Regisseur, Dramaturg und Theaterdirektor, u.a. beim Pina Bausch am Tanztheater Wuppertal. Nach M\u00fcnchen hatte ihn August Everding geholt. Er f\u00f6rderte u.a. den Choreografen Youri V\u00e1mos und engagierte die wichtige Ballerina Judith Turos ins Ensemble. Unter seiner Direktion kam 1982 in M\u00fcnchen Jacques Offenbachs \u201eGa\u00eet\u00e9 Parisienne\u201c in der Choreografie von Gray Veredon zur Urauff\u00fchrung, er konzipierte die Ballettkom\u00f6die \u201eMax und Moritz\u201c zu Musik von Gioacchino Rossini, die Choreografie stammte von Peter Marcus.<\/p>\n<p>Die amerikanische T\u00e4nzerin <strong>Melinda Witham<\/strong> ist Mitte Oktober in Stuttgart im Alter von 68 Jahren gestorben. Sie kam 1973 zum Stuttgarter Ballett, der kurz darauf verstorbene John Cranko hatte sie noch engagiert. Sie war vor allem in modernen Werken besetzt, tanzte viele von William Forsythes fr\u00fchen Werken und wurde sp\u00e4ter sie Ballettmeisterin und wichtige Charaktersolistin der Kompanie. Zuletzt hatte sie eine Solorolle in \u201eDie sieben Tods\u00fcnden\u201c im Stuttgarter Schauspielhaus, mit der sie auch 2020 ihren Abschied von der B\u00fchne feierte.<\/p>\n<p>Der d\u00e4nische Tanzkritiker und Balletthistoriker <strong>Erik Aschengreen<\/strong> starb am 9. September im Alter von 88 Jahren. Aschengreen schrieb \u00fcber 40 Jahre f\u00fcr die Tageszeitung Berlingske Tidende, war Professor an der Universit\u00e4t von Kopenhagen, wo er die Abteilung f\u00fcr Tanzwissenschaft begr\u00fcndete. Sein spezielles Interesse galt dem romantischen Ballett und Auguste Bournonville, Aschengreen verfasste mehrere Ballettb\u00fccher, darunter 1998 eine Geschichte des K\u00f6niglich D\u00e4nischen Balletts.<\/p>\n<p>In New York verstarb Ende Oktober der Ballettkritiker <strong>Jack Anderson<\/strong> im Alter von 88 Jahren. Er schrieb u.a. viele Jahre Kritiken f\u00fcr die New York Times und f\u00fcr das amerikanische Dance Magazine, neben Ballett auch \u00fcber Modern Dance, Stepptanz, japanischen oder indischen Tanz. Anderson ver\u00f6ffentliche auch Lyrik und B\u00fccher \u00fcber Tanzgeschichte.<\/p>\n<h4><strong>Wiederauferstanden<\/strong><\/h4>\n<p>Fast 30 Jahre, nachdem die damalige Hauskompanie des Sadler&#8217;s Wells Theatre in London geschlossen worden war, wird nun das <strong>London City Ballet<\/strong> neu belebt. Unter der Leitung von Christopher Marney kehrt die Kompanie im Sommer 2024 mit zw\u00f6lf T\u00e4nzern und einer Tour durch England auf die B\u00fchne zur\u00fcck. Sie zeigt u.a. eine Urauff\u00fchrung von Arielle Smith und Kenneth MacMillans Einakter \u201eBallade\u201c aus dem Jahr 1972. Das London City Ballet war 1978 von Harold King, Peter Darrell und Michael Beare gegr\u00fcndet worden, von 1983 an war Prinzessin Diana die Schirmherrin der Kompanie. Nachdem das London City Ballet zuletzt immer weniger Geld vom englischen Arts Council bekommen hatte, musste es 1996 schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Von Islington aus will die wiederauferstandee Kompanie f\u00fcr zun\u00e4chst drei Spielzeiten lang sechs Monate im Jahr auf Tournee gehen, auch ein Gastspiel im Sadler&#8217;s Wells Theatre ist geplant. Die Finanzierung beruht auf einer gro\u00dfz\u00fcgigen privaten Spende. Wegen der geringen T\u00e4nzerzahl werden keine abendf\u00fcllenden Handlungsballette gezeigt. Kate Lyons von der Kompanie New Adventures wird Probenleiterin, Sean Flanagan von den BalletBoyz wird der General Manager. Christopher Marney, fr\u00fcher Leiter der Studio Company des Joffrey Ballet Chicago und der Central School of Ballet in London, m\u00f6chte den Schwerpunkt auf die Wiederentdeckung von \u201elost ballets\u201c legen, also auf vergessene Werke wichtiger Choreografen, die aus dem Repertoire verschwunden sind\u00a0www.londoncityballet.com<\/p>\n<h4><strong>Kompanien<\/strong><\/h4>\n<p>Beim <strong>Ballett der Pariser Oper<\/strong> k\u00f6nnen T\u00e4nzer eigentlich nur durch den allj\u00e4hrlichen Concours, einen von einer mehrk\u00f6pfigen Jury beurteilten Wettbewerb, die Stufen auf der Karriereleiter hinaufklettern: zum Quadrille, Coryph\u00e9e, Sujet, zum Premier danseur oder zur Premi\u00e8re Danseuse. Jetzt hat der neue Direktor Jos\u00e9 Martinez beschlossen, nicht nur die \u00c9toiles pers\u00f6nlich zu ernennen, sondern auch die Premiers danseurs und danseuses, also die Solisten. Ihre Stellen werden ab sofort nicht mehr \u00fcber den Wettbewerb vergeben.<\/p>\n<p>Beim <strong>Northern Ballet<\/strong> im englischen Leeds ist das Orchester der Kompanie bedroht; anders als in Deutschland haben dort viele Ballettkompanien ein eigenes Orchester, unabh\u00e4ngig von einem Opernhaus. Die Kompanie hat aus Kostengr\u00fcnden beschlossen, von April 2024 an teilweise mit Tonband auf Tournee zu gehen, ohne Orchester.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bef\u00f6rderungen und Abschiede Beim Stuttgarter Ballett wurde Mackenzie Brown nach ihrem Deb\u00fct als Julia in John Crankos \u201eRomeo und Julia\u201c zur Ersten Solistin bef\u00f6rdert. Beim Bolschoi-Ballett wurde Dmitry Vyskubenko zum Ersten Solisten bef\u00f6rdert, er hatte von 2016 bis 2022 beim Bayerischen Staatsballett getanzt. 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