{"id":56205,"date":"2023-03-17T17:18:16","date_gmt":"2023-03-17T17:18:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=56205"},"modified":"2026-04-16T07:25:49","modified_gmt":"2026-04-16T07:25:49","slug":"die-alten-und-die-neuen-klassiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/die-alten-und-die-neuen-klassiker\/","title":{"rendered":"Die alten und die neuen Klassiker"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; color: black;\">Auftritte der Stuttgarter <\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; color: black;\">John-Cranko-Schule und der Mannheimer Akademie des Tanzes<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>von Angela Reinhardt<\/em><\/p>\n<p>Sehr viel akademische Klassik hatte die Stuttgarter <strong>John-Cranko-Schule<\/strong> bei ihrem Auftritt im Ludwigsburger Forum am Schlosspark im Gep\u00e4ck \u2013 den \u201eNussknacker\u201c traditionell und mit einem Ausschnitt aus der verlorenen Fassung John Crankos, \u201eSchwanensee\u201c, weitere zwei Cranko-St\u00fccke und das Werk eines blutjungen Italieners, der sich aufmacht, Alexei Ratmansky Paroli zu bieten. Da die Schule hier gewisserma\u00dfen als Juniorkompanie auftrat, waren fast nur die Akademieklassen im Einsatz \u2013 technisch bestens ausgebildete und fast durchgehend fehlerlose T\u00e4nzer, viele davon bereits mit eigenem Charisma und einer erstaunlichen Sicherheit des Auftritts.<\/p>\n<p>In Variationen aus dem \u201eNussknacker\u201c \u00e0 la Petipa\/Iwanow\/Vainonen \u00fcberzeugten Thalina Chapin und Joshua Nunamaker, dazu drei blitzsaubere Drittkl\u00e4ssler und dann das Paar Yuka Kasai und Alexei Orohovsky \u2013 dieser schmale, fesche Amerikaner hat unglaubliches Virtuosenpotenzial, braucht aber ein wenig mehr Frechheit, das Vertrauen zur B\u00fchne. Dann wird er funkeln! Abigail Willson-Heisel und Mitchell Millhollin rockten den \u201eSchwarzen Schwan\u201c, sie mit sinnlicher Verf\u00fchrungskraft und stabilen, klug beendeten Fouett\u00e9s, er mit einer Danseur-Noble-Seriosit\u00e4t, die zur Langeweile neigen k\u00f6nnte. Wie charmant und spontan wirkt dagegen Leon Metelsky, ebenfalls aus der Akademie A \u2013 es gibt T\u00e4nzer, die strahlen einfach von der B\u00fchne herunter. Mit seinen sieben Kollegen suchte er in Alessandro Giaquintos \u201eDrifting Bones\u201c die Verbindung zur Erde \u2013 in modernen St\u00fccken ist die Cranko-Schule inzwischen fast noch besser als in den Klassikern, die Absolventen tanzen intensiv, dynamisch, emotional und vor allem mit eigenst\u00e4ndiger Interpretation.<\/p>\n<figure id=\"attachment_56212\" aria-describedby=\"caption-attachment-56212\" style=\"width: 1570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56212\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402.jpg\" alt=\"\" width=\"1570\" height=\"1047\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402.jpg 1570w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN13402-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1570px) 100vw, 1570px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-56212\" class=\"wp-caption-text\">Alexa Jensen und Luca Rufo in Suite aus &#8220;Nussknacker&#8221; \u00a9 Roman Novitzky, Stuttgarter Ballett<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_56213\" aria-describedby=\"caption-attachment-56213\" style=\"width: 1663px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56213\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538.jpg\" alt=\"\" width=\"1663\" height=\"1109\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538.jpg 1663w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14538-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1663px) 100vw, 1663px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-56213\" class=\"wp-caption-text\">Abigail Willson-Heisel und Leonardo D\u2019Onofrio in &#8220;La Nascita di Venere&#8221;\u00a9 Roman Novitzky<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Pas de huit aus John Crankos \u201eNussknacker\u201c, einst f\u00fcr die Schule rekonstruiert von Heinz Clauss, erinnert mit seinen filigranen Engf\u00fchrungen, mit feinster Spitzenkl\u00f6ppelei \u00e0 la Ashton und der innovativen Linienf\u00fchrung an des Meisters \u201eKonzert f\u00fcr Fl\u00f6te und Harfe\u201c, hier wird der Unterschied zwischen englischem und russischem Ballett deutlich. Die vier Paare waren von Tadeusz Matacz exzellent einstudiert. Genau wie in \u201eSalade\u201c mit den h\u00fcbschen Kopfputzen aus Sph\u00e4renkreisen, genau wie in der liebevoll parodierten Macho-Runde der Herzbuben aus \u201eJeu de cartes\u201c f\u00e4llt auf, wie dicht beieinander doch bei Cranko oft getanzt wird \u2013 hochmusikalisch, oft sehr schwierig und immer einfallsreich. Die Akademiesch\u00fcler trafen auch in diesen beiden St\u00fccken die feine Ironie, den Witz der Bewegungen und machten dem Namensgeber ihrer Institution alle Ehre.<\/p>\n<figure id=\"attachment_56214\" aria-describedby=\"caption-attachment-56214\" style=\"width: 2010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56214\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581.jpg\" alt=\"\" width=\"2010\" height=\"1340\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581.jpg 2010w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/RN14581-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2010px) 100vw, 2010px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-56214\" class=\"wp-caption-text\">John Cranko Schule, &#8220;La Nascita di Venere&#8221; \u00a9 Roman Novitzky<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eLa Nascita di Venere\u201c nennt Emanuele Babici sein halbst\u00fcndiges Werk zu Edward Griegs schwungvollem Klavierkonzert. Er erz\u00e4hlt rein klassisch und auf Spitze, mit virtuosen Herausforderungen f\u00fcr seine nur ein wenig j\u00fcngeren Kollegen die mythologische Geschichte von der Geburt der Venus. Oder auch nicht, denn bei all seiner erstaunlichen Begabung: Erz\u00e4hlen kann der junge Italiener, derzeit Eleve im Stuttgarter Ballett, so gar nicht. Die Pantomime am Anfang ist nicht einmal f\u00fcr Eingeweihte verst\u00e4ndlich, dann tummeln sich zu viele namentlich benannte G\u00f6tter, Grazien, Horen und Nymphen auf der B\u00fchne, deren Auseinanderhalten man rasch aufgibt. Denn es gibt so viel zu sehen: Linien und Kreise, die sich formvollendet ineinander schieben, ein Corps de ballet aus 14 M\u00e4dchen, die mit wehenden R\u00f6cken durcheinander kreiseln und sich in sch\u00f6nster Ordnung wieder aufl\u00f6sen, um sie herum ziehen Herren ihre weiten Man\u00e8gen. Die T\u00e4nzer st\u00fcrmen in gro\u00df besetzten Diagonalen \u00fcber die B\u00fchne, Babici beherrscht die Strukturen und Ordnungen der akademischen Klassik, l\u00e4sst das Corps nicht etwa unisono auftreten, sondern verzahnt die Choreografie der einzelnen T\u00e4nzer virtuos gegen- und ineinander. W\u00e4re er einer, der die alten Klassiker neu inszenieren und arrangieren kann, oder sollte er, genau wie Alexei Ratmansky, einfach abstrakter choreografieren? Zumindest in England und den USA k\u00f6nnte er mit dieser Art von Neoklassik ein Star werden. Aber auch das Adagio beherrscht der aufstrebende Jungchoreograf, mit Alice McArthur hat er eine Muse mit leichten, schwebenden Armen und jener erstaunlichen Nat\u00fcrlichkeit der Bewegung, bei der jede Technik hinter dem puren Tanz verschwindet. Ihre fragilen Handgelenke, die etwas h\u00f6her gehobenen Ellenbogen, die Sch\u00f6nheit des Port de bras erinnert schon jetzt an die gro\u00dfen Ballerinen. Man m\u00f6chte dieses zarte Wesen so bald wie m\u00f6glich als Julia sehen.<\/p>\n<p>Viel Klassik gab es auch bei der <strong>Mannheimer Akademie des Tanzes<\/strong>, die seit Birgit Keil eine enge Bindung ans Badische Staatsballett hat und deshalb ihre Schulauff\u00fchrungen in Karlsruhe zeigt. Hier gab es Variationen aus einem feenm\u00e4\u00dfig deutlich \u00fcberbev\u00f6lkerten \u201eDornr\u00f6schen\u201c und im zweiten Teil die \u201ePolowetzer T\u00e4nze\u201c, die man bei uns sonst nur von russischen Gastspielen kennt. Rosemary Helliwell hatte den Auftritt der Feen aus dem ersten Akt von \u201eDornr\u00f6schen\u201c einstudiert. Die sechs Begleiter bestachen mit k\u00f6niglicher Haltung und Natshuha Tonouchi zog als Fliederfee souver\u00e4n ihre Linien, w\u00e4hrend das Niveau bei den anderen Feen doch unterschiedlich war. Nicht nur hier, auch im weiteren Verlauf des Abends tanzten alle Gruppen geradezu auffallend synchron miteinander, die Abschl\u00fcsse der Solos kamen genau auf den Punkt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_56207\" aria-describedby=\"caption-attachment-56207\" style=\"width: 1176px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56207\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a9874_64144d131bacb2.85270636.jpg\" alt=\"\" width=\"1176\" height=\"969\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a9874_64144d131bacb2.85270636.jpg 1176w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a9874_64144d131bacb2.85270636-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a9874_64144d131bacb2.85270636-1024x844.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a9874_64144d131bacb2.85270636-768x633.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a9874_64144d131bacb2.85270636-600x494.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1176px) 100vw, 1176px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-56207\" class=\"wp-caption-text\">Die Mannheimer Akademie des Tanzes bei einer Probe zu &#8220;In The Middle, Somewhat Elevated&#8221; \u00a9 Akademie des Tanzes<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die \u201ePolowetzer T\u00e4nze\u201c stammen aus der Oper \u201eF\u00fcrst Igor\u201c von Alexander Borodin, aus der exotisch timbrierten Musik machten zwei Broadway-Komponisten sp\u00e4ter ein Musical und eine Borodin-Melodie wurde als der Song \u201eStranger in Paradise\u201c weltbekannt. Alexander Kalibabchuk hatte das kurze Werk, das als eigenst\u00e4ndiges Ballett durch Diaghilews Ballets Russes in den Westen kam, nach einer Version der ukrainischen Choreografin Aniko Rekhviashvili einstudiert, ein gro\u00dfes Nationaltanz-Abenteuer mit Peitschen, Bogen, Stiefeln, georgischem Tanz auf den Knien und einer Menge geheimnisvoller Frauen in Pluderhosen. Neben einem wenig bedrohlich wirkenden Khan (Gabriel Capizzi) stach der schnelle, hochvirtuose Alessandro Ricci mit seinen in der Luft stehenden Spr\u00fcngen heraus, auch hier tanzten die Gruppen sehr synchron. Man m\u00f6chte gar nicht wissen, wie viele Einspr\u00fcche wegen Exotismus, Sexismus oder kultureller Aneignung man gegen so ein wunderbares altes Ballett-Relikt heutzutage vorbringen m\u00fcsste; so lange die Mannheimer Sch\u00fcler am gleichen Abend so viele zeitgen\u00f6ssische, abstrakte St\u00fccke in Unisex-Kost\u00fcmen tanzen, darf man beruhigt davon ausgehen, dass ihnen die historischen Unterschiede bekannt sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_56209\" aria-describedby=\"caption-attachment-56209\" style=\"width: 2560px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56209\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/artifact_choreografie-william-forsythe_foto-danilo-floreani_620b72748050b0.73289894-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-56209\" class=\"wp-caption-text\">Die Mannheimer Akademie des Tanzes bei einer Probe zu &#8220;In The Middle, Somewhat Elevated&#8221; \u00a9 Danilo Floreani<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_56206\" aria-describedby=\"caption-attachment-56206\" style=\"width: 1831px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56206\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301.jpg\" alt=\"\" width=\"1831\" height=\"1066\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301.jpg 1831w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301-300x175.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301-1024x596.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301-768x447.jpg 768w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301-1536x894.jpg 1536w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3m7a0090-2_64144d131dc075.50174301-600x349.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1831px) 100vw, 1831px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-56206\" class=\"wp-caption-text\">Die Mannheimer Akademie des Tanzes bei einer Probe zu &#8220;In The Middle, Somewhat Elevated&#8221; \u00a9 Akademie des Tanzes<\/figcaption><\/figure>\n<p>Denn wer bei Agn\u00e8s Noltenius studiert, die seit 2020 die Mannheimer Akademie leitet, der darf Forsythe tanzen, und zwar gleich einen richtigen Hammer. Die ehemalige T\u00e4nzerin des Frankfurter Balletts hat die Erlaubnis bekommen, einen gro\u00dfen Teil von \u201eIn the Middle, Somewhat Elevated\u201c einzustudieren, und ihre Sch\u00fcler sahen klasse darin aus: cool, dynamisch, souver\u00e4n. Die vorgereckten H\u00fcften, die pl\u00f6tzlichen, \u00fcberdehnten Spr\u00fcnge, die synkopierten und tief ausgepr\u00e4gten Bewegungen, die Off-Balance-Posen beim Partnern: alles da, alles richtig gut. Das Publikum, das beim ersten Schlag von Thom Willems\u2018 Musik noch aus den Sitzen flog, tobte am Schluss. Dass die weiteren zeitgen\u00f6ssischen Beitr\u00e4ge gegen einen so brillanten Klassiker der Moderne abfallen m\u00fcssen, ist leider kaum zu verhindern; die kurzen Solos der Bachelor-Sch\u00fclerinnen Teresa Curotti und Charlotte Fenn gaben ihren Mitsch\u00fclern Gelegenheit, sich im expressiven Tanz auszuprobieren. Der ehemalige Karlsruher T\u00e4nzer Guilherme Carola steuerte mit \u201eCalifornia Sunshine\u201c eine eher harmlose Choreografie zu einer spannenden Atem-Musik bei; er hat soeben in Coburg eine neue \u201eGiselle\u201c choreografiert. Interessanter sah die Urauff\u00fchrung \u201eEinklang\u201c des norwegischen Ex-NDT-T\u00e4nzers Jon Ole Olstad aus, in sehr verschiedenen Tempi, mit einem hartn\u00e4ckig gerufenen, geheimnisvollen Wort, manchmal fast mystisch. Olstad verarbeitete zun\u00e4chst den Social-Media-Trend der synchronen Gruppen-Handbewegungen, bevor es zeitgen\u00f6ssischer und auch einsamer wurde, \u201eEinklang\u201c ist ein eher trauriges St\u00fcck. Die Mannheimer Akademie macht ihre Sch\u00fcler mit einer gro\u00dfen Stilvielfalt bekannt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beide Schulen treten mit diesen oder \u00e4hnlichen Programmen nochmals auf:<\/p>\n<p>Die Akademie des Tanzes im Badischen Staatstheater am 1. und 23. April sowie am 13. Mai<\/p>\n<p>Die Cranko-Schule im Stuttgarter Opernhaus am 16. und 23. Juli, dann auch als Ballett im Park<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auftritte der Stuttgarter John-Cranko-Schule und der Mannheimer Akademie des Tanzes von Angela Reinhardt Sehr viel akademische Klassik hatte die Stuttgarter John-Cranko-Schule bei ihrem Auftritt im Ludwigsburger Forum am Schlosspark im Gep\u00e4ck \u2013 den \u201eNussknacker\u201c traditionell und mit einem Ausschnitt aus der verlorenen Fassung John Crankos, \u201eSchwanensee\u201c, weitere zwei Cranko-St\u00fccke und das Werk eines blutjungen Italieners, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":56215,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[72],"tags":[],"class_list":["post-56205","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-performance"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56205"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56205\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56217,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56205\/revisions\/56217"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}