{"id":50528,"date":"2020-04-28T09:16:17","date_gmt":"2020-04-28T09:16:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=50528"},"modified":"2026-04-16T11:33:45","modified_gmt":"2026-04-16T11:33:45","slug":"theater-dortmund-fordert-den-einstieg-in-die-wiederaufnahme-des-vorstellungsbetriebes-zum-1-september-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/theater-dortmund-fordert-den-einstieg-in-die-wiederaufnahme-des-vorstellungsbetriebes-zum-1-september-2020\/","title":{"rendered":"Theater Dortmund fordert den Einstieg in die Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes zum 1. September 2020"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Theater Dortmund fordert den Einstieg in die Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes zum 1. September 2020<\/strong><\/h3>\n<p><strong><em>Das Theater Dortmund fordert die politischen Akteure im Land und Bund auf, einen realistischen und z\u00fcgigen Zeitplan zur Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes der Theater zu erarbeiten und daf\u00fcr in einen direkten und fruchtvollen Dialog mit den Kulturschaffenden zu treten. Ziel dieses Dialoges muss es sein, den Vorstellungsbetrieb ab dem 1. September 2020 wiederaufzunehmen. Die Theater sind in der Lage, St\u00fcckauswahl, Inszenierungen und das Besuchermanagement so anzupassen, dass diese den medizinischen und hygienischen Vorgaben entsprechen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Theater Dortmund erkennt die hohe gesellschaftliche Verantwortung, die die Theater als Ort sozialer Begegnungen f\u00fcr die Pandemie-Eind\u00e4mmung haben, ausdr\u00fccklich an. Ebenso akzeptiert das Theater Dortmund den grunds\u00e4tzlichen Vorrang medizinisch gebotener Notwendigkeiten vor wirtschaftlichen und k\u00fcnstlerischen \u00dcberlegungen. Dies gilt ausdr\u00fccklich auch f\u00fcr eine verantwortungsvolle Exit-Strategie. Gleichzeitig weist das Theater Dortmund auf die massive, in vielen F\u00e4llen existenzielle Betroffenheit besonders der freien K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler durch die beh\u00f6rdlich angeordneten Einschr\u00e4nkungen hin. Es ist daher zwingend erforderlich, einen Fahrplan zur z\u00fcgigen Aufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten, um einerseits individuelle soziale H\u00e4rten abzuwenden und gleichzeitig die Grundlagen f\u00fcr eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Kulturstandortes Deutschland mit seiner weltweit einzigartigen Theaterlandschaft zu erhalten.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Theater Dortmund sollten daher, neben dem bereits genannten Primat medizinischer Notwendigkeiten, im Sinne einer geordneten Aufnahme des Vorstellungsbetriebes folgende Prinzipien beachtet werden:<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Klarheit der Entscheidungen<\/strong><br \/>\nDas Theater Dortmund h\u00e4lt eine bundesweite Abstimmung der Regelungsgrundlagen und ihrer Kommunikation f\u00fcr zwingend erforderlich.<br \/>\n&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Gleichbetrachtung von Kultur, Sport, Religionsgemeinschaften und Wirtschaft<\/strong><br \/>\nStrenge Hygiene- und Abstandsregeln k\u00f6nnen auch bei Kulturveranstaltungen umgesetzt werden. Es besteht ein ausreichendes Repertoire f\u00fcr variable Besetzungen in den Bereichen Oper, Ballett, Konzert und Schauspiel. Eine Gleichbetrachtung des Vorstellungs- bzw. Konzertbetriebes von Theatern und Konzerth\u00e4usern mit Gottesdiensten ist daher zwingend. Das Theater Dortmund pl\u00e4diert deshalb daf\u00fcr, strikt medizinisch zu begr\u00fcnden, welche Schutzma\u00dfnahmen beachtet werden m\u00fcssen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie z.B. von einem Gotteshaus oder Theater umgesetzt werden.<br \/>\n&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Einheitlichkeit der Regelungen<\/strong><br \/>\nSchutzma\u00dfnahmen sollten gleich behandelt werden. Dies betrifft insbesondere medizinisch begr\u00fcndete Schutzma\u00dfnahmen wie z.B. Abstandsregelungen, Mundschutz-Pflicht, Personenzahl-Begrenzung f\u00fcr soziale Kontakte im \u00f6ffentlichen Raum.<br \/>\n&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Akzentuierung auf das medizinisch begr\u00fcndet Notwendige<\/strong><br \/>\nDas Theater Dortmund pl\u00e4diert f\u00fcr eine Akzentuierung auf medizinisch begr\u00fcndete Schutzma\u00dfnahmen, die unabh\u00e4ngig von Personenkapazit\u00e4t einer \u00d6rtlichkeit Anwendung finden sollten.<br \/>\n&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Planungssicherheit f\u00fcr die nahe Zukunft<\/strong><br \/>\nTheater m\u00fcssen t\u00e4glich zwischen professioneller Vorbereitung f\u00fcr eine erfolgreiche Durchf\u00fchrung und den Risiken einer drohenden Absage abw\u00e4gen. Es ist daher dringend geboten, eindeutige Kriterien und klare Rahmenbedingungen in Bezug auf die z\u00fcgige Aufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten.<br \/>\n&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Ausreichende Vorlaufzeiten<\/strong><br \/>\nEs gibt in Deutschland 425 Theater unterschiedlichster Art und Gr\u00f6\u00dfe. Diese Vielfalt macht in normalen Zeiten den Reiz der deutschen Theaterlandschaft aus. Vor diesem Hintergrund h\u00e4lt das Theater Dortmund eine intensive Kommunikation und eine ausreichende Vorlaufzeit von zehn Wochen zwischen Ank\u00fcndigung und Inkrafttreten von Lockerungen bestehender Einschr\u00e4nkungen, f\u00fcr notwendig.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktor, Tobias Ehinger: \u201e<em>Zur \u00dcberwindung der Krise halten wir gleichzeitig einen schrittweisen Vorstellungsbetrieb ab dem 1. September 2020 f\u00fcr dringend geboten. Die Theater sind in der Lage, St\u00fcckauswahl, Inszenierungen und das Besuchermanagement so anzupassen, dass diese den medizinischen und hygienischen Vorgaben entsprechen. Gerade in Krisenzeiten m\u00fcssen auch die nichtwirtschaftlichen Aspekte des gesellschaftlichen Lebens ihren verdienten und notwendigen Stellenwert erhalten. Die Geschichte der Krisen zeigt, dass gerade Kunst und Kultur einer Gesellschaft Kraft und Trost spenden und Zusammengeh\u00f6rigkeit sowie Identit\u00e4t stiften. Mit Kunst werden wir das Virus nicht eind\u00e4mmen. Aber mit Kunst werden wir die seelischen Verletzungen und N\u00f6te der Menschen lindern k\u00f6nnen<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p><em>PM<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Theater Dortmund fordert den Einstieg in die Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes zum 1. September 2020 Das Theater Dortmund fordert die politischen Akteure im Land und Bund auf, einen realistischen und z\u00fcgigen Zeitplan zur Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes der Theater zu erarbeiten und daf\u00fcr in einen direkten und fruchtvollen Dialog mit den Kulturschaffenden zu treten. 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