{"id":32408,"date":"2019-04-26T14:58:35","date_gmt":"2019-04-26T14:58:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=32408"},"modified":"2019-04-26T14:58:35","modified_gmt":"2019-04-26T14:58:35","slug":"altersvorsorge-fur-tanzlehrer-und-studiobetreiber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/altersvorsorge-fur-tanzlehrer-und-studiobetreiber\/","title":{"rendered":"Altersvorsorge f\u00fcr Tanzlehrer und Studiobetreiber"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;&#8230;. nutzen Sie die M\u00f6glichkeiten!&#8221;<\/p>\n<p><\/strong>Das Thema Geldanlage wird in T\u00e4nzerkreisen nicht sonderlich diskutiert. Die wenigsten unserer Kollegen haben sich jemals ernsthaft mit dieser Frage auseinandergesetzt. Umso erstaunlicher ist es f\u00fcr mich, wenn ich immer wieder h\u00f6re, wie Tanzp\u00e4dagogen und Studiobesitzer mit diesem Problem umgehen. Schenkkreise stehen in der Popularit\u00e4t ganz oben, aber auch andere exotische Anlageformen sind en vogue. Dem Finanzprofi dreht sich dabei der Magen um. Aber lassen Sie uns von Anfang anfangen.<\/p>\n<p>SPAREN<br \/>\nDie goldene Regel, f\u00fcrs Alter einen Kapitalstock aufzubauen, ist langfristiges Sparen. Wobei die Betonung auf &#8216;langfristig&#8217; liegt, d.h. mindestens 20 noch besser 30 oder gar 35 Jahre. Dar\u00fcber sind sich alle Experten einig, denn nur langfristig kann der so genannte Zinseszinseffekt wirken. Wir m\u00fcssen das hier nicht finanzmathematisch aufschl\u00fcsseln, man stelle sich einfach eine Karnickelpopulation vor. Es kommt also nicht so sehr auf die H\u00f6he der monatlichen Sparrate an als vielmehr darauf, dass man unbeirrt \u00fcber Jahrzehnte durchh\u00e4lt. Angestellte werden vom Staat gezwungen, ca.10 % ihres Monatseinkommens f\u00fcr die Rente zu sparen (Rentenversicherungsbeitrag). Wer als Selbstst\u00e4ndiger in \u00e4hnlicher H\u00f6he spart, kann nach ein paar Jahrzehnten auf ein erkleckliches Verm\u00f6gen blicken.<\/p>\n<p>Die traditionellen und allseits bekannten Sparformen sind die Lebensversicherung und die private Rentenversicherung, die f\u00fcr gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung seit Jahrzehnten eine wichtige S\u00e4ule des privaten Sparens darstellen. Seit 2005 sind diese Sparformen nicht mehr (wie bisher) steuerbeg\u00fcnstigt und haben damit an Attraktivit\u00e4t verloren. Da alle anderen Anlageformen aber ebenfalls steuerlich belastet sind, ist die private Rentenversicherung auch aus heutiger Sicht empfehlenswert, wenn es um sicheres Langfristsparen geht. Auf Details m\u00f6chte ich an dieser Stelle verzichten, der Steuerberater sowie Versicherungsvertreter werden Ihnen die Details erl\u00e4utern. Tipp: Da auch unter Versicherungsvertretern die Konkurrenz gro\u00df ist, bieten viele bei Abschlu\u00df einer gro\u00dfen Kapitalversicherung einen Anteil ihrer Vermittlungsprovision an, fragen Sie danach (siehe Kasten).<\/p>\n<p>Fondssparpl\u00e4ne<br \/>\nDa der weggefallene Steuervorteil die Rendite von Kapitalversicherungen deutlich hat schrumpfen lassen, entscheiden sich immer mehr Anleger f\u00fcr so genannte Fondssparpl\u00e4ne. Die monatliche Rate wird vom Fondsverwalter investiert, Zinsen und Wertsteigerungen bleiben in Fonds angelegt, der Zinseszinseffekt wird optimal genutzt. Praktisch alle gro\u00dfen Finanzh\u00e4user bzw. ihre Tochterfirmen bieten solche Fonds \/ Fondssparpl\u00e4ne an. Die Ersparnisse werden professionell gemanagt, der<br \/>\nAnleger muss sich nur \u00fcberlegen in welche Art von Fonds er sein Geld<br \/>\nanlegen m\u00f6chte. Die drei Hauptkategorien sind Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere (Renten) oder Aktien. Der Immobilienfonds investiert die eingenommenen Beitr\u00e4ge in gro\u00dfe (Gewerbe-) Immobilien und versucht \u00fcber Vermietung dieser Fl\u00e4chen seine Rendite zu erwirtschaften. Grunds\u00e4tzlich sind Immobilien eine sehr sichere Anlage. Doch sind Ertrag und Wertentwicklung sehr von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage abh\u00e4ngig. In Zeiten sinkender Gewerbemieten (wie jetzt) ist es schwierig f\u00fcr Fonds, attraktive Renditen zu erwirtschaften. Die Turbulenzen um den Immobilienfond der Deutschen Bank zum Jahreswechsel 05\/06 sind manchem noch in Erinnerung.<\/p>\n<p>Der Rentenfond investiert in festverzinsliche Wertpapiere verschiedener Laufzeiten, verschiedener Anbieter und gegebenenfalls in verschiedene W\u00e4hrungen. Rentenfonds sind eine au\u00dfergew\u00f6hnlich sichere Geldanlage. Andererseits ist es f\u00fcr den Fondverwalter in Zeiten steigender Zinsen, wie wir sie heute haben, sehr schwierig, attraktive Renditen zu erzielen.<\/p>\n<p>Der Aktienfond kauft naturgem\u00e4\u00df Aktien. Aktien haben ein enormes Gewinnpotential, sind daher aber auch wesentlich riskanter. &#8220;Die B\u00f6rse ist keine Einbahnstra\u00dfe&#8221; sagen Finanzprofis. Langfristig, d.h. im Bereich von 20 bis 30 Jahren haben in der Vergangenheit die Entwicklung von Aktienkursen alle anderen Formen der Geldanlage \u00fcbertroffen. Kurzfristig hingegen sind die Aktienkurse hohen Schwankungen ausgesetzt. Der Aktientipp der Gebr\u00fcder Gottschalk beispielsweise, die Deutsche Telekom, ist zwischen 2000 und 2002 von ihrem H\u00f6chststand bei<br \/>\n\u00fcber 100 Euro auf unter 10 Euro gefallen. Die Gottschalks werden das verkraftet haben, f\u00fcr uns Kleinsparer allerdings hei\u00dft deshalb die goldene Regel, dass der Aktienanteil der Ersparnisse mit zunehmendem Alter abnehmen sollte. Denn wer schon 70 ist, m\u00f6chte schlie\u00dflich nicht mehr 30 Jahre lang auf die Erholung des<br \/>\nAktienmarktes warten.<\/p>\n<p>Der Fondssparer steht also vor der Qual der Wahl. Wer sich jetzt nicht f\u00fcr eine der vorgestellten Formen entscheiden kann, dem bieten die Banken sogenannte gemischte Fonds an. Der Fondsmanager kauft dann sowohl Aktien als auch Immobilien und Rentenpapiere. Damit liegen &#8220;nicht alle Eier in einem Korb&#8221; &#8211; auch das eine wichtige Regel f\u00fcr Geldanleger.<\/p>\n<p>GELDANLAGE<br \/>\nIm Gegensatz zum monatlichen Sparen sehen sich viele, vor allen Dingen schon \u00e4ltere Anleger, mit dem im Grunde recht angenehmen Problem konfrontiert, einen gr\u00f6\u00dferen Geldbetrag anlegen zu m\u00fcssen. Wieder bieten sich die schon genannten drei Hauptanlagearten an: Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere und Aktien. Im Grunde gilt auch hier das oben schon Gesagte. Aktien bieten die gr\u00f6\u00dften Chancen aber eben auch die gr\u00f6\u00dften Risiken. Gr\u00fcndliche und unabh\u00e4ngige Beratung ist unbedingt n\u00f6tig. Festverzinsliche Wertpapiere bieten hohe Sicherheit, aber eben nur mageren Ertrag, derzeit cirka 4 % im Jahr. Die meisten Experten raten im Moment, nur Wertpapiere mit k\u00fcrzeren Laufzeiten zu kaufen. Denn wenn der Zins im Laufe von ein oder zwei Jahren auf 5 % steigt, w\u00e4re es nat\u00fcrlich besser, sp\u00e4ter ein h\u00f6herverzinsliches Papier zu kaufen. Und lassen Sie sich nicht t\u00e4uschen! Ein Anstieg von 4 auf 5 % entspricht einer Erh\u00f6hung um 20 %, ein Anstieg von 4 auf 6 % gar einer Erh\u00f6hung von 50 %! Es geht bei gr\u00f6\u00dferen Summen also um eine Menge Geld, nicht nur &#8220;um ein paar Prozente&#8221;.<\/p>\n<p>Mit Immobilien sind viele Menschen reich geworden, aber eben auch arm. In der Regel gilt das eigene Haus oder die Wohnung als sehr sichere Anlage, sie birgt aber vor allen Dingen zwei Risiken: Zum einen ist die Wertentwicklung sehr, sehr schwer einzusch\u00e4tzen. Aus den Kohlschen &#8220;bl\u00fchenden Landschaften&#8221; im Osten z.B. ist nichts geworden und die\u00a0 Immobilienk\u00e4ufer von damals sind \u2013 allen Prognosen zum trotz \u2013 die Gelackmeierten von heute. Zum zweiten bindet die Immobilie immer einen<br \/>\nsehr gro\u00dfen Anteil der Ersparnisse in einem einzelnen Objekt. W\u00e4hrend man bei Wertpapieren seine Ersparnisse auf ganz verschiedene Anlageklassen verteilen kann und gegebenenfalls ohne Probleme Teile davon verkaufen kann, gilt f\u00fcr die Immobilie: Alles oder nichts!<\/p>\n<p>Zertifikate<br \/>\nIn den vergangenen Jahren hat sich eine v\u00f6llig neue Anlageform entwickelt. Wer ein Zertifikat kauft, investiert nicht in reale Werte sondern beteiligt sich an der Entwicklung bestimmter Indizes. Wer etwa glaubt, der deutsche Aktienindex DAX wird in Zukunft steigen, kauft ein DAX-Zertifikat. Steigt der DAX um 1 % steigt auch das Zertifikat um 1 %. Aber eben auch umgekehrt! Eine interessante Anlageform f\u00fcr<br \/>\nambitionierte Sparer, weil Abwicklungsgeb\u00fchren und Spesen (im Gegensatz zu Fonds) minimal sind. Die Banken bieten hunderte von verschiedenen Zertifikaten ganz unterschiedlicher Konstruktionen an. Entsprechend hoch ist hier nat\u00fcrlich auch der pers\u00f6nliche Beratungsbedarf.<\/p>\n<p>Provisionen<br \/>\nInsidern ist das bekannt: Bei praktisch allen Geldgesch\u00e4ften flie\u00dft eine Vermittlungsprovision. Egal ob Sie eine Lebensversicherung abschlie\u00dfen, Fondsanteile, Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere kaufen, immer flie\u00dft eine Provision, auch wenn das aus den Unterlagen nicht hervorgeht. R\u00fchmliche Ausnahme sind nur unabh\u00e4ngige Verm\u00f6gensverwalter, die Ihnen explizit zusichern, keine Provisionen anzunehmen bzw. sie Ihnen gutschreiben. Nur dann werden Sie absolut unbefangen beraten. Nat\u00fcrlich arbeitet auch der Verm\u00f6gensverwalter nicht kostenlos. Er wird Ihnen eine vom Aufwand, vom Erfolg oder vom Volumen abh\u00e4ngige Geb\u00fchr berechnen. Aber das ist gut angelegtes Geld. Der Berater will dann wirklich ihr Bestes. Allerdings besteht diese M\u00f6glichkeit nur f\u00fcr die Anleger von gr\u00f6\u00dferen Betr\u00e4gen. Mindestvolumen von \u00fcber 100.000 Euro sind branchen\u00fcblich.<\/p>\n<p><em>Stefan Sixt\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;&#8230;. nutzen Sie die M\u00f6glichkeiten!&#8221; Das Thema Geldanlage wird in T\u00e4nzerkreisen nicht sonderlich diskutiert. Die wenigsten unserer Kollegen haben sich jemals ernsthaft mit dieser Frage auseinandergesetzt. Umso erstaunlicher ist es f\u00fcr mich, wenn ich immer wieder h\u00f6re, wie Tanzp\u00e4dagogen und Studiobesitzer mit diesem Problem umgehen. 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