{"id":32297,"date":"2019-04-08T08:30:57","date_gmt":"2019-04-08T08:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=32297"},"modified":"2019-04-08T08:50:42","modified_gmt":"2019-04-08T08:50:42","slug":"gert-weigelt-erhalt-den-deutschen-tanzpreis-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/gert-weigelt-erhalt-den-deutschen-tanzpreis-2019\/","title":{"rendered":"Gert Weigelt erh\u00e4lt den Deutschen Tanzpreis 2019"},"content":{"rendered":"<h5>Ehrungen f\u00fcr Jo Parkes und Isabelle Schad f\u00fcr herausragende k\u00fcnstlerische Entwicklungen.<\/h5>\n<p>Im Herbst wird erneut der Deutsche Tanzpreis verliehen \u2013 die h\u00f6chste Auszeichnung, die der Tanz in<br \/>\nDeutschland zu vergeben hat. Mit dem Deutschen Tanzpreis werden herausragende Pers\u00f6nlichkeiten des Tanzes in Deutschland geehrt \u2013 ganz gleich, ob sie auf oder hinter der B\u00fchne, in P\u00e4dagogik, Publizistik, Wissenschaft oder anderen Bereichen des Tanzschaffens wirksam waren und sind. Zudem werden Interpret\/innen, Ensembles und Projekte in der Tanzlandschaft f\u00fcr zukunftsorientierte Initiativen, modellhafte<br \/>\nKonzepte oder au\u00dfergew\u00f6hnliche Produktionen ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Am 28. Januar hat die Jury des Jahres 2019 die Preistr\u00e4ger\/innen gew\u00e4hlt. Den mit 20.000 Euro<br \/>\ndotierten Deutschen Tanzpreis 2019 erh\u00e4lt der Fotograf Gert Weigelt. Seine Bilder trugen in den 70er<br \/>\nund 80er Jahren zum publizistischen Durchbruch des deutschen Tanztheaters bei und spiegeln bis<br \/>\nheute die Formgebung der Choreograf*innen und die Ausdrucksst\u00e4rke der T\u00e4nzer*innen idealtypisch<br \/>\nwider. F\u00fcr signifikante Entwicklungen im zeitgen\u00f6ssischen Tanz werden das Schaffen der Tanz- und<br \/>\nVideok\u00fcnstlerin Jo Parkes sowie der T\u00e4nzerin und Choreografin Isabelle Schad mit jeweils 5.000 Euro<br \/>\ngew\u00fcrdigt. Die Verleihung im Rahmen einer hochkar\u00e4tigen Gala, die zum zweiten Mal in der Tr\u00e4gerschaft des<br \/>\nDachverbandes Tanz Deutschland ausgerichtet wird, findet am Samstag, den 19. Oktober, 18.00 Uhr<br \/>\nim Essener Aalto-Theater statt. An diesem Tag wird Nordrhein-Westfalen einmal mehr zum<br \/>\nTreffpunkt f\u00fcr den Tanz in Deutschland und Europa. Die Gala zur Preisverleihung pr\u00e4sentiert unter<br \/>\nBezugnahme auf die Arbeit der Preistr\u00e4ger\/innen die Vielfalt der hiesigen Tanzlandschaft vom<br \/>\nzeitgen\u00f6ssischen Ballett bis zum zeitgen\u00f6ssischen freien Tanz.<\/p>\n<p>Zum zweiten Mal wird der Deutsche Tanzpreis durch den Dachverband Tanz Deutschland als<br \/>\nbundesweite Stimme f\u00fcr den k\u00fcnstlerischen Tanz in enger Abstimmung mit dem fr\u00fcheren Tr\u00e4ger<br \/>\nF\u00f6rderverein Tanzkunst Deutschland, dem Deutschen Berufsverband f\u00fcr Tanzp\u00e4dagogik und der<br \/>\nTheater und Philharmonie Essen GmbH verliehen, gemeinsam gef\u00f6rdert durch die Stadt Essen, das<br \/>\nMinisterium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und aus Mitteln des<br \/>\nBundes. Schirmherr des Deutschen Tanzpreises ist, wie auch in den Jahren zuvor, Prof. Dr. Norbert<br \/>\nLammert, Bundestagspr\u00e4sident a. D. Die unabh\u00e4ngige Jury wurde 2018 vom Tr\u00e4ger und den \u00f6ffentlichen F\u00f6rderern eingesetzt. Sie entschied \u00fcber Vorschl\u00e4ge, die von zahlreichen Verb\u00e4nden, ihren Mitgliedern und Institutionen des Tanzes unterbreitet wurde. Ein Kuratorium, bestehend aus Vertreter*innen der \u00f6ffentlichen<br \/>\nF\u00f6rderer, des Dachverbandes Tanz Deutschland, des Deutschen Berufsverbands f\u00fcr Tanzp\u00e4dagogik<br \/>\nund der Theater und Philharmonie Essen GmbH, begleitet die Entwicklung des Deutschen<br \/>\nTanzpreises. Das Kuratorium diskutiert die Konzeption und Weiterentwicklung des Deutschen<br \/>\nTanzpreises und benennt die Jury.<\/p>\n<p><strong>Die Preistr\u00e4ger\/innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gert Weigelt<\/strong> hat sein Leben dem Tanz gewidmet. Als T\u00e4nzer arbeitete er mit Choreograf*innen wie<br \/>\nHans van Manen, Jerome Robbins, Ji\u0159\u00ed Kyli\u00e1n, Kurt Jooss, Glen Tetley und Birgit Cullberg.<br \/>\nNach seiner T\u00e4nzerkarriere und dem Studium der k\u00fcnstlerischen Fotografie begleitete er mit der<br \/>\nKamera die herausragenden Choreograf*innen unserer Zeit, wie Pina Bausch, Hans van Manen,<br \/>\nMaurice B\u00e9jart, Susanne Linke, William Forsythe, Gerhard Bohner oder Martin Schl\u00e4pfer.<br \/>\nWeigelts Arbeiten sind nicht allein Dokumente des Tanzes, sie sind eine eigene Kunst. In ihnen werden<br \/>\n\u00e4u\u00dfere Form und innere Bewegung offenbar. Sie sind eine Feier der Bewegung und der K\u00f6rper. Sie<br \/>\nsind eine Feier des Tanzes, der immer wieder neue Perspektiven bietet, das Verborgene, Unentdeckte<br \/>\nf\u00fcr uns sichtbar werden l\u00e4sst. Im Moment des Bildes scheinen die B\u00fchne, der Fotograf und die Kamera<br \/>\neins geworden, um die Seele des Tanzes festzuhalten \u2013 f\u00fcr einen Augenblick. Mit seinen Arbeiten hat Weigelt der fl\u00fcchtigen Kunstform Tanz den Weg bereitet in Publizistik und Medien, mithin auch in die digitale Welt. Er stellt die T\u00e4nzer*innen ins Zentrum seiner Werke, r\u00fcckt jene ins Bild, die den Tanz erst erschaffen \u2013 mit ihrer Anmut und Leidenschaft, Grazie und Energie, mit Sex-Appeal und Strenge. Eine Ehrung f\u00fcr herausragende k\u00fcnstlerische Entwicklungen im zeitgen\u00f6ssischen Tanz erh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Isabelle Schad<\/strong><br \/>\nDie T\u00e4nzerin und Choreografin Isabelle Schad studierte klassischen Tanz in Stuttgart und tanzte f\u00fcr<br \/>\nzahlreiche Choreograf\/innen. Seit 1999 produziert sie ihre eigenen choreografischen Arbeiten \u2013 an<br \/>\nder Schnittstelle zwischen Tanz, Performance und Bildender Kunst.<br \/>\nIsabelle Schad ist eine K\u00f6rperforscherin. Die Suche nach den inneren Bewegungsimpulsen, nach dem,<br \/>\nwas sich im K\u00f6rper bewegt, bildet dabei den Anfangspunkt ihrer Choreografien. Damit ist der K\u00f6rper<br \/>\nnicht Werkzeug f\u00fcr choreografische Figuren oder eines bestimmten Ausdrucks. Er durchl\u00e4uft st\u00e4ndige<br \/>\nMetamorphosen, wird beobachtet und immer wieder neu ins Spiel gebracht. Ihr Tanz und die K\u00f6rper<br \/>\nihrer T\u00e4nzer wollen weniger ein festes Bild, eine klare Form des Ausdrucks geben, sie lassen eher uns<br \/>\nerleben, wie aus Bewegungen die k\u00fcnstlerische Form wird. Und wenn diese Prozesse auf die<br \/>\nT\u00e4nzer*innen \u00fcbertragen werden, entstehen zugleich ganz neue Formen des kollektiven Arbeitens.<br \/>\nDieser besondere Schaffensprozess hat den zeitgen\u00f6ssischen Tanz der letzten Jahrzehnte ma\u00dfgeblich<br \/>\nbeeinflusst. Die Arbeiten von Isabelle Schad sind hierf\u00fcr herausragende Beispiele.<\/p>\n<p><strong>Eine Ehrung f\u00fcr herausragende k\u00fcnstlerische Entwicklungen in sozialen und partizipativen<\/strong><br \/>\n<strong>Projekten des Tanzes erh\u00e4lt Jo Parkes<\/strong><br \/>\nJo Parkes ist Tanz- und Videok\u00fcnstlerin. Seit 17 Jahren initiiert und leitet sie partizipative Tanzprojekte<br \/>\n(Community Dance), innovative Kunstprojekte mit Teilnehmer\/innen ganz unterschiedlicher sozialer<br \/>\noder kultureller Herkunft. So entstand auch JUNCTION, ein Programm von Tanz- und Videoworkshops<br \/>\nin vier Berliner Unterk\u00fcnften f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen.<br \/>\nMotiviert von der \u00dcberzeugung, dass jeder Mensch ein Recht auf Teilhabe an Kunst und insbesondere<br \/>\nzeitgen\u00f6ssischer Tanzkunst hat und dass Tanz ein Erfahrungsfeld bietet, in dem individuelle wie auch<br \/>\nsoziale Themen auf einer \u00e4sthetisch-expressiven Ebene bearbeitet und gestaltet werden k\u00f6nnen, hat<br \/>\nsie mit verschiedensten Gruppen gearbeitet, vor allem solchen, die sozial wie politisch benachteiligt<br \/>\nund vernachl\u00e4ssigt werden.\u00a0Die k\u00fcnstlerischen Projekte von Jo Parkes vermitteln in au\u00dferordentlich eindrucksvoller Weise, wie Tanz in unsere Gesellschaft hinein wirken kann. Sie stehen exemplarisch f\u00fcr viele Entwicklungen des Community Dance in Deutschland und f\u00fcr das gesellschaftliche Engagement der<\/p>\n<p><strong>Tanz-Gala und Symposium<\/strong><br \/>\nDie Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises wird \u2013 wie es bereits in den letzten Jahrzehnten<br \/>\nMarkenzeichen des Preises war \u2013 die k\u00fcnstlerischen Beitr\u00e4ge unter Bezugnahme auf die Arbeit der<br \/>\nPreistr\u00e4ger\/innen in den Mittelpunkt stellen und dem Publikum ein facettenreiches Programm mit<br \/>\ninternationalen G\u00e4sten bieten. Begleitend richtet der Dachverband Tanz Deutschland am 18.\/19. Oktober auf PACT Zollverein ein Symposium unter dem Titel \u201ePositionen: Tanz\u201c aus. Das detaillierte Programm der Tanz-Gala wird im Fr\u00fchsommer bekannt gegeben. Der Ticketverkauf beginnt am 8. April 2018 an den Kassen der Theater und Philharmonie Essen GmbH. Vom 8.-30. April 2019 gibt es einen Fr\u00fchbucherrabatt von 10% auf die Eintrittskarten des Deutschen Tanzpreises (unter tickets@theater-essen.de \/ Tel. 0201\/81 22-200).<\/p>\n<p><em>Jury<\/em><br \/>\nProf. Nik Haffner<br \/>\n(K\u00fcnstlerischer Leiter, Hochschul\u00fcbergreifendes Zentrum Tanz, Berlin)<br \/>\nKathleen McNurney<br \/>\n(K\u00fcnstlerische Leiterin, Tanz Luzern)<br \/>\nTim Plegge<br \/>\n(Ballettdirektor, Staatstheater Wiesbaden)<br \/>\nBrit Rodemund<br \/>\n(T\u00e4nzerin)<br \/>\nProf. Dr. Patrick Primavesi<br \/>\n(Tanz- und Theaterwissenschaftler, Universit\u00e4t Leipzig)<br \/>\nProf. Martin Puttke \u2013 Vorsitzender der Jury<br \/>\n(Tanzp\u00e4dagoge, 1995-2008 Ballettdirektor am Aalto Theater Essen)<br \/>\nGisela Peters-Rohse<br \/>\n(Tanzp\u00e4dagogin)<br \/>\nHelena Waldmann<br \/>\n(Freie Choreografin)<\/p>\n<p><em>Pressetext\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehrungen f\u00fcr Jo Parkes und Isabelle Schad f\u00fcr herausragende k\u00fcnstlerische Entwicklungen. 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