{"id":32271,"date":"2019-04-02T14:12:30","date_gmt":"2019-04-02T14:12:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=32271"},"modified":"2019-04-02T14:14:08","modified_gmt":"2019-04-02T14:14:08","slug":"32271","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/32271\/","title":{"rendered":"RALF ROSSA VERABSCHIEDET SICH IN DEN RUHESTAND \u2013 OBERB\u00dcRGERMEISTER W\u00dcRDIGT HALLES LANGJ\u00c4HRIGEN BALLETTCHEF"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Jahrzehnte lang geh\u00f6rte er als Ballettdirektor und Chef-Choreograph des halleschen Opernhauses zu den pr\u00e4genden Akteuren der st\u00e4dtischen Kulturlandschaft \u2013 zum 1. April 2019 nun hat sich Ralf Rossa in den Ruhestand zur\u00fcckgezogen. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Bernd Wiegand w\u00fcrdigte die Arbeit des scheidenden Ballettdirektors: \u201eWir verdanken Ralf Rossa zahlreiche ebenso spektakul\u00e4re wie ber\u00fchrende Ballettabende. In den 20 Jahren, die er die hallesche Ballett-Compagnie leitete, hat er Tanzfreunde in allen Altersschichten angesprochen und das Ensemble durch zahlreiche Gastspiele auch \u00fcberregional bekannt gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Ralf Rossa deb\u00fctierte 1998 in Halle (Saale) mit \u201eSchwanensee\u201c, es folgten Dutzende weiterer Choreographien. Die von ihm einstudierte Nussknacker-Inszenierung hatte im Jahr 2000 Premiere und ist seither feste Tradition auf dem Spielplan der Vorweihnachtszeit. Seit M\u00e4rz 2001 tr\u00e4gt die Compagnie den Namen Ballett Rossa.<\/p>\n<p>Die k\u00fcnstlerische und organisatorische Leitung \u00fcbernimmt nach Rossas Abschied kommissarisch Michal Sedl\u00e1\u010dek, der als Erster Solot\u00e4nzer, choreografischer Assistent und stellvertretender Ballettdirektor seit Jahren Rossas Arbeit begleitet: \u201eF\u00fcr mich, der ich 1999 als junger T\u00e4nzer Mitglied der Ballett-Compagnie in Halle wurde, war Ralf Rossa zugleich Mentor und F\u00f6rderer. Ihm verdanke ich nicht nur wunderbare Herausforderungen als Erster Solot\u00e4nzer, sondern auch, dass er mich fr\u00fch in die Leitung des Balletts eingebunden hat. Ich bin ihm unendlich dankbar f\u00fcr sein gro\u00dfes Vertrauen.\u201c<\/p>\n<p>Opern-Intendant Florian Lutz lobt Rossa als \u201epr\u00e4gende K\u00fcnstler-Pers\u00f6nlichkeit und Leitungsfigur\u201c sowie den \u201efantastischen Team- und Ensemblegeist\u201c, den der Ballettdirektor entwickelt hat. \u201eEs war mir eine gro\u00dfe Freude und Ehre zugleich, mit diesem\u00a0 legend\u00e4ren Choreographen und Ballettdirektor zusammen die ersten Jahre meiner Intendanz hier in Halle planen und erleben zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Rosinski erkl\u00e4rt: \u201eDie kontinuierliche k\u00fcnstlerische Arbeit von Ralf Rossa hat \u00fcber die vielen Jahre einen hohen Wiedererkennungswert entwickelt, der durch die Treue des Publikums honoriert wird. Auch wenn Herr Rossa nun in den Ruhestand geht, hoffe ich, dass sein Erbe lange in Halle weiterwirken wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ralf Rossa<\/strong> feiert in der Spielzeit 2018\/2019 sein zwanzigstes Jubil\u00e4um in Halle. Seit 1998 ist er Ballettdirektor und Chefchoreograf und deb\u00fctierte hier mit Schwanensee, eine Choreografie die 2014 ihr Revival erlebte. Nach Engagements als Solot\u00e4nzer an zahlreichen deutschen Theatern wurde er Assistent von Youri V\u00e1mos. In Dortmund entstanden eigene Ballettabende. Gastchoreografien f\u00fchrten ihn nach Wien und Innsbruck. 1994 wurde er Ballettdirektor in Dortmund, wo er Choreografien f\u00fcr Ballettabende, Opern, Operetten und Musicals schuf. Bei Non(N)Sens f\u00fchrte er zum ersten Mal Regie. In Oslo choreografierte er Sofies Welt. Nach den Ballettabenden Ananas Polly \/ Der wunderbare Mandarin sowie Und heimlich schauernd sehn\u2019 ich mich hin\u00fcber \/ nach jenem Nebelreich &#8230; stellte er sich in Halle 2002 mit Im wei\u00dfen R\u00f6ssl ebenfalls als Regisseur und Choreograf vor. Im selben Jahr wurde sein Ballett Dr. Jekyll and Mr. Hyde uraufgef\u00fchrt. The Juliet Letters im April 2003 war der zweite Teil seiner Rosen-Trilogie, die im Herbst 2002 mit Dornr\u00f6schen begonnen und im Herbst 2003 mit Romeo und Julia vollendet wurde. \u00c4ltere Arbeiten in Halle sind die Urauff\u00fchrung Schlafes Bruder, Cinderella, Vier Temperamente \/ Le sacre du printemps, Endstation Sehnsucht, Amadeus, Der Feuervogel \/ Josephs Legende und Peter Pan. In seiner 10. Jubil\u00e4umsspielzeit 2008\/2009 brachte er Ein Sommernachtstraum und Petruschka \/ Daphnis und Chloe in neuen Choreografien auf die hallesche B\u00fchne. Dar\u00fcber hinaus inszenierte und choreografierte er im Fr\u00fchjahr 2009 Glucks Orph\u00e9e et Eurydice an der Op\u00e9ra de Nice. F\u00fcr Halle entwickelte Ralf Rossa ebenso die Ballette Die Geschichte vom Soldaten \/ Carmina Burana, Nijinsky, Die Sch\u00f6ne und das Biest, Bernarda Albas Haus \/ Die vier Jahreszeiten, Die Schneek\u00f6nigin, Das Phantom der Oper, Die Z\u00e4hmung der Widerspenstigen und Messias. Nachdem Ralf Rossa 2013 f\u00fcr die Oper Halle bereits das Musical Young Frankenstein \u2013 Frankenstein Junior (Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung) in Szene setzte, inszenierte und choreografierte er 2014 Leonard Bernsteins West Side Story. Dar\u00fcber hinaus gastierte er am Op\u00e9ra-Th\u00e9\u00e2tre Metz M\u00e9tropole (Le sacre du printemps), am Landestheater Linz (Choreografie zu Purcells King Arthur), am Staatstheater Schwerin (Schlafes Bruder) und am Staatstheater Cottbus (Romeo und Julia). Im Herbst 2015 feierte ein Ballettabend mit seinen Choreografien Carmina Burana und Bernarda Albas Haus, beide erstaufgef\u00fchrt von dem Ballett Rossa, in Metz mit dem dortigen Ballett Premiere. In Halle bringt er in der Spielzeit 2015\/2016 mit Casanova zur Musik von Wolfgang Amadeus Mozart eine weitere Ballett-Urauff\u00fchrung heraus. Ralf Rossa setzt sich f\u00fcr das Lebenswerk von Jochen Ulrich ein. Nach Anna Karenina kommt nun \u2013 gef\u00f6rdert von TANZFONDS ERBE \u2013 das Tanzst\u00fcck Lulu des Wegbereiters des Modernen Tanzes in Deutschland mit dem Ballett Rossa auf die B\u00fchne der Oper Halle.<br \/>\nIn der Spielzeit 2016\/2017 begeisterte Ralf Rossa mit dem zeitgen\u00f6ssischen Ballett Groovin\u2018 Bodies in der Raumb\u00fchne HETEROTOPIA sowie mit dem Handlungsballett Werther \u2013 Oder ich werde geliebt frei nach Johann Wolfgang von Goethe. Mit Der Kameliendame, einem weiteren Klassiker der Weltliteratur, nach Alexandre Dumas d. J. er\u00f6ffnete das Ballett Rossa die Saison 2017\/2018, gefolgt von dem Doppelabend Inferno \/ Le sacre du prinntemps, in welchem das epochale Werks Strawinskys in der Deutung des halleschen Ballettdirektors erneut auf der B\u00fchne gezeigt wurde. In der aktuellen Spielzeit \u00fcberl\u00e4sst Ralf Rossa die gro\u00dfe B\u00fchne seinem langj\u00e4hrigen ersten Solisten Michal Sedl\u00e1\u010dek, welcher das Ballettspektakel #BIZARR choreografiert und der renommierten zeitgen\u00f6ssischen Choreografin Nanine Linning, die ihr Tanztriptychon Hieronymus B. erstmal in Mitteldeutschland zeigen wird.<\/p>\n<p><em>Pressemeldung<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Jahrzehnte lang geh\u00f6rte er als Ballettdirektor und Chef-Choreograph des halleschen Opernhauses zu den pr\u00e4genden Akteuren der st\u00e4dtischen Kulturlandschaft \u2013 zum 1. April 2019 nun hat sich Ralf Rossa in den Ruhestand zur\u00fcckgezogen. 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