{"id":31049,"date":"2018-06-25T14:34:27","date_gmt":"2018-06-25T14:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/?p=31049"},"modified":"2018-06-25T14:34:27","modified_gmt":"2018-06-25T14:34:27","slug":"eindrucksvolle-tour-de-force-durch-unsichtbare-vor-und-nachwelten-uber-guido-markowitz-mozart-requiem-am-theater-pforzheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/eindrucksvolle-tour-de-force-durch-unsichtbare-vor-und-nachwelten-uber-guido-markowitz-mozart-requiem-am-theater-pforzheim\/","title":{"rendered":"Eindrucksvolle Tour de Force durch unsichtbare Vor- und Nachwelten: \u00dcber Guido Markowitz &#8220;Mozart-Requiem&#8221; am Theater Pforzheim"},"content":{"rendered":"<p>Besuch in Pforzheim. Dort, wo Enz, Nagold und W\u00fcrm zusammenflie\u00dfen, genie\u00dft das \u201eMozart-Requiem\u201c an einem lauen Samstagabend eine seiner letzten Auff\u00fchrungen. Guido Markowitz, seit zwei Spielzeiten Direktor des Ballett Theater Pforzheim unter Leitung von Intendant Thomas M\u00fcnstermann und seit einer Spielzeit begleitet von Damian Gm\u00fcr als seinem Stellvertreter,\u00a0zeigt\u00a0mit seiner Interpretation des existenzialistischen Musikwerks aus dem Jahr 1791 einmal mehr, wie sehr der angstfreie Zugriff auf Werke des klassischen Kanons europ\u00e4ischer Weltmusik in einer konsequent zeitgen\u00f6ssischen Bewegungssprache und multimedialen Inszenierungsweise gelingen kann. Eingebettet in eine fein gearbeitete Dramaturgie des Wandels, des \u00dcbergangs und der Transformation seelischer Prozesse und Erfahrungen, gestalten die beeindruckend pr\u00e4sent agierenden K\u00fcnstler des Theater Pforzheim dieses neu entdeckte Pforzheimer \u201eMozart-Requiem\u201c als eine eindrucksvolle Tour de Force durch die unsichtbaren Vor- und Nachwelten unseres irdischen Daseins. Gro\u00dfartige Life-Video-Bild-Einspielungen von\u00a0Oliver Feigl kreieren\u00a0und verdichten die jeweilige Raumvorstellung, die dem Betrachter als Ort einer erneuten Menschwerdung vorgeschlagen wird: Steinartige, schwebende Gebilde, Kometen, aber auch Zellen gleich nehmen an Volumen zu und definieren eine universale, unbegrenzte Anderswelt, in die eine wei\u00dfe Gestalt geworfen wird, dargestellt von Ana Rita dos Santos Brito da Torre.<\/p>\n<figure id=\"attachment_31050\" aria-describedby=\"caption-attachment-31050\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-31050\" src=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/THPF_Mozart-Requiem_Bild1_diNatale_Ensemble_Solisten_Cho\u0308re-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/THPF_Mozart-Requiem_Bild1_diNatale_Ensemble_Solisten_Cho\u0308re-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/THPF_Mozart-Requiem_Bild1_diNatale_Ensemble_Solisten_Cho\u0308re-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/THPF_Mozart-Requiem_Bild1_diNatale_Ensemble_Solisten_Cho\u0308re-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/THPF_Mozart-Requiem_Bild1_diNatale_Ensemble_Solisten_Cho\u0308re-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-31050\" class=\"wp-caption-text\">: im Vordergrund Isaac di Natale und Ensemble, dahinter Dennis Marr, Danielle Rohr, Franziska Tiedtke und Lukas Schmid-Wedekind sowie im Hintergrund Chor des Theaters Pforzheim und Oratorienchor Pforzheim. Foto Sabine Haymann<\/figcaption><\/figure>\n<p>In energetischem Austausch mit anderen Wesen um sie entfaltet sich eine zunehmend spannende Szenenfolge, in der eine Vorstellung davon gegeben wird, was alles erleb- und sp\u00fcrbar ist, wenn der K\u00f6rper die Seele nicht mehr begrenzt.\u00a0So sinkt irgendwann ein Kubus von der Decke und nimmt die Gestalt der T\u00e4nzerin auf, deren Erleben man fortan Zeuge wird. Gro\u00dfartig umfasst von den musikalischen Wellen des Gesangs des Opernchores des Theaters und des Oratorienchors der Stadt Pforzheim, angef\u00fchrt von Generalmusikdirektor Markus Huber, lebt und bebt man innerlich fortan angesichts der K\u00e4mpfe, die ausgefochten werden, mit. Lebensereignisse des gelebten Lebens deuten sich an, Verzweiflung, der Tod als treuer Lebensbegleiter, herrlich getanzt von Adrien Ursulet, dann die Entscheidung, ob das neue Leben als Mensch angenommen wird, im K\u00f6rper eines Mannes oder einer Frau. Auf Augenh\u00f6he der Hauptdarsteller: das Ballettensemble, dessen hohe Pr\u00e4senz vor allem ins Auge f\u00e4llt. Immer wieder formiert sich der Chor um das Ensembles und verschmilzt mit ihm zu einer Einheit der H\u00f6lle und der Wiedergeburt. Ein nachdenklicher und unerschrocken agierender Guido Markowitz hat sich hier dem Betrachter offenbart, einer der ausstrahlt, was er Mozarts Requiem beigibt: &#8220;Feiert &#8211; das Leben!&#8221;.<\/p>\n<p>Alexandra Karabelas<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuch in Pforzheim. Dort, wo Enz, Nagold und W\u00fcrm zusammenflie\u00dfen, genie\u00dft das \u201eMozart-Requiem\u201c an einem lauen Samstagabend eine seiner letzten Auff\u00fchrungen. 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