{"id":24751,"date":"2013-08-30T16:18:04","date_gmt":"2013-08-30T16:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danceforyou.nanowp.com\/2013\/08\/30\/kommunikation-im-tanzsport\/"},"modified":"2017-12-19T15:58:04","modified_gmt":"2017-12-19T15:58:04","slug":"kommunikation-im-tanzsport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danceforyou-magazine.com\/en\/kommunikation-im-tanzsport\/","title":{"rendered":"Kommunikation im Tanzsport"},"content":{"rendered":"<p><span><em><strong>Julia Boies Studie &bdquo;Kommunikation im Tanzsport&ldquo;<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>Dass die Effektivit&auml;t des Trainings durch &bdquo;wiederkehrende Konflikte&ldquo; und &bdquo;Partnerschaftsproblematik&ldquo; stark beeintr&auml;chtigt wird, wie es in der Einleitung von Julias Bowies wissenschaftlicher Studie &bdquo;Kommunikation im Sport&ldquo; hei&szlig;t, ist jedem klar, der selbst einmal in einem Tanzclub auf dem Parkett stand.<\/p>\n<p>Man ist sogar versucht, das f&uuml;r eine Untertreibung zu halten. Denn der Eindruck, dass manche Paare nur zum Streiten auf die Fl&auml;che gehen,  dr&auml;ngt sich bis hin zu T&auml;tlichkeiten auf. Im g&uuml;nstigsten Fall nimmt die Dame ein Taxi, um 60 Kilometer nach Hause zu fahren, weil sie mit ihrem Partner nicht mehr zusammen in ein Auto steigen will. Im ung&uuml;nstigen Fall f&auml;llt der Watschenbaum um (passiert ihm wie ihr) oder die Dame zieht ihrem Partner wutentbrannt die metallene Kratzb&uuml;rste f&uuml;r die Schuhe durchs Gesicht.<\/p>\n<p>Wer da danken sollte, dass das nur auf unterer Leistungsebene passiert, hat sich get&auml;uscht. Sogar vielfache Weltmeister wie Markus und Karen Hilton sind nicht gefeit. In Blackpool wurde gesichtet, wie die beiden &uuml;berirdisch &uuml;bers Parkett schwebten, aber hinter den Kulissen Karen ihren Schuh nach dem Partner schleuderte, der sich gerade noch rechtzeitig wegducken konnte. Was war passiert? Von der Musik irgendwie inspiriert kam es ihm in den Sinn, eine Figurenabfolge zu tanzen, die die beiden seit f&uuml;nf Jahren nicht mehr auf dem Programm hatten&hellip;<\/p>\n<p>R&uuml;cksichtslosigkeit gegen&uuml;ber dem Partner ist an der Tagesordnung. Und dass Trainer dem entgegenwirken k&ouml;nnen, ist oft nur ein Wunschtraum. Denn was sie da sagen, sind reine Lippenbekenntnisse ohne praktischen Wert. Wenn man etwa selbst miterlebt hat, dass der Trainer zu seiner Aktivenzeit  seine Tanzpartnerin eine Stunde lang st&auml;ndig leise beschimpfte und zur Schnecke machte, bis sie dann genug hatte und zu Kratzen und Bei&szlig;en anfing &ndash; sind das die besten Voraussetzungen, um den Sch&uuml;lern hinterher einen guten Umgang miteinander beizubringen?! Vom langj&auml;hrigen, inzwischen verstorbenen Bundestrainer ist bekannt, dass er seine Frau ohrfeigte, wenn er das Turnier nicht gewann. Und internationale Top-Trainer berichten, dass in Ostblockstaaten und in China auch die Trainer Pr&uuml;gel austeilen. Nat&uuml;rlich gibt es auch r&uuml;hmliche Ausnahmen, den Lateintrainer beispielsweise der nach der Privatstunde der Dame nahelegt, es sich nicht gefallen zu lassen, dass ihr Partner sie nicht wie eine Person, sondern wie eine Sache &ndash; als Tanzsportger&auml;t eben &ndash; behandelt. Aber so viel Feingef&uuml;hl ist selten, zumindest in Deutschland. Denn das vom Landestanzsportverband vorgegebene Ziel eines energetischeren Tanzens h&auml;lt davon ab, energetische T&auml;tlichkeiten, entstanden durch unzureichende Technik, zu ahnden. Zumal sich die Trainer immer mehr darauf verlegen, den Paaren nicht Tanzen beizubringen, sondern nur wie sie in ihrer jeweiligen Startklasse &uuml;berleben. Man muss schon nach England gehen, um einen Tanztrainer zu finden, der da die Notbremse zieht. Hierzulande sind Trainer eher geneigt, den Herren zur Seite zu nehmen und ihn daran zu erinnern, dass er die Dame wie einen Hund an der Leine herumschwenken soll.<\/p>\n<p>In so einer verfahrenen Situation kommt da eine Anleitung zur Kommunikation gerade recht. Julia Boie hat sich mit ihrer &bdquo;Konzeption und Evaluation eine Kommunikationstrainings auf Basis der Modelle Schulz von Thuns f&uuml;r den Tanzsport&ldquo; viel vorgenommen.  Sie fokusiert vor allem die &bdquo;F&auml;higkeit zur Aufrechterhaltung und F&ouml;rderung der Motivation der Sportler\/innen&ldquo; auf Seiten der Trainer und f&uuml;hrt sportpsychologische Basisfertigkeiten auf Seiten der T&auml;nzer ins Feld, die so Boie &bdquo;auch f&uuml;r die Trainer\/innen von gro&szlig;em Wert sein k&ouml;nnen&ldquo;. Dazu geh&ouml;ren: &bdquo;Beherrschung und Anwendung mentaler F&auml;higkeiten, die Regulation psychischer Energie, die Stressregulation, die F&auml;higkeit zur Aufmerksamkeitslenkung und Konzentration sowie eine effektive Zielsetzung&ldquo;. Kurz: es geht um die Beherrschung interpersoneller F&auml;higkeiten. Umso mehr, als Tanz-Training in der Regel als freies Training stattfindet, also ohne Korrektur durch einen Trainer, und das Paar nur mit sich alleine klar kommen muss. Enrichment-Programme wie in der Paar-Therapie scheinen vielversprechend. So verfolgt Julia Boie nun ein psycho-edukatives Programm, das seinen Schwerpunkt auf Selbstreflexion und Verst&auml;ndnis legt und verschiedene interaktionspsychologische Theorien und Konzepte nebst praktischen &Uuml;bungen darlegt.<\/p>\n<p>Das 4-Seiten-Modell Schulz von Thuns bildet dabei die Grundlage. Denn die Nachricht, die der Sender an einen Empf&auml;nger richtet, hat immer ohne Ausnahme vier Komponenten. Da gibt es den Sachinhalt, der f&uuml;r sich frei von menschlichen Gef&uuml;hlen ist, aber immer in einer Selbstkundgabe vermittelt wird. Hier kommt es auf die Stimmigkeit an, auf die &Uuml;bereinstimmung innerer Verfassung und &auml;u&szlig;erer Situation. Nat&uuml;rlich passiert alles auf einer Beziehungsebene, auf der die Kompetenzen m&ouml;glichst eine Gleichberechtigung der Partner erbringen sollte. Dann erfolgt ein Appell. Das alles positiv unter einen Hut zu bringen, ist das Ziel. Denn was hilft es, wenn ein scheinbar vern&uuml;nftiger Appell eine inakzeptable Beziehungsbotschaft beinhaltet und Unabh&auml;ngigkeit und Freiheit des Empf&auml;ngers gef&auml;hrdet.<\/p>\n<p>Die Gefahr bei jeder Kommunikation liegt darin, dass der Empf&auml;nger in erster Linie seine Seite wahrnimmt. Das schafft Konflikte. Daher sollte jeder Empf&auml;nger erst einmal die Verantwortung auf die eigenen Reaktionen und Gef&uuml;hle ohne Schuldzuweisung auf sich nehmen. Was not tut, ist Kommunikation &uuml;ber die Kommunikation, eine Meta-Kommunikation, die erst einmal die nichtsachlichen Aspekte kl&auml;rt mit dem Ziel, die zwischenmenschliche Atmosph&auml;re von Spannungen zu befreien. Gespr&auml;chsregeln helfen zudem. So sollte der Sprecher seine Gef&uuml;hle &uuml;ber Ich-Botschaften mitteilen und sich auf konkrete Situationen beziehen. Vom aktiven Zuh&ouml;rer wird Aufmerksamkeit eingefordert und die F&auml;higkeit, sich durch einen Perspektivewechsel emphatisch in sein Gegen&uuml;ber einzuf&uuml;hlen, um es zu begreifen.<\/p>\n<p>Boie zieht weiter das Pers&ouml;nlichkeitsmodell heran, in dem vier Grundformen der Angst eine Rolle spielen. Dabei geht es um die Gegens&auml;tze N&auml;he- und Distanz-Strebung sowie Dauer- und Wechsel-Strebung, die ein Koordinatenkreuz bilden, in dem sich jeder Mensch einfindet mit unterschiedlichen &bdquo;Heimatgebieten&ldquo;. Ihr Befund: &bdquo;F&uuml;r den zwischenmenschlichen Kontakt ist Akzeptanz und Wertsch&auml;tzung der Unterschiede das zentrale Ziel und, damit verbunden, der Versuch, mit den Unterschieden umgehen zu lernen.&ldquo;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"383\" height=\"393\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.danceforyou.nanowp.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kommunikation-im-Tanzsport.jpg\" \/><\/p>\n<p>Nun geht es an die Transaktionsanalyse und die drei Pers&ouml;nlichkeitsinstanzen: Eltern-Ich, Kindheits-Ich und Erwachsenen-Ich. Das erlaubt eine Feinanalyse der Beziehungsebenen, denn jedes Ich, das sich an ein anderes Ich wendet, ist von diesen drei Ich-Anteilen bestimmt. Neben parallelen Transaktionen, wo sich der eine Ich-Anteil an den selben Ich-Anteil beim Partner richtet, stehen komplement&auml;re Transaktionen, die sich an einen anderen Ich-Anteil richten. Problematisch wird es, wenn sich die Linien bei der Antwort kreuzen. Solche Transaktionen sind der h&auml;ufigste Anlass f&uuml;r emotionelle Missverst&auml;ndnisse, weil die Gespr&auml;chspartner nicht erwartungskonform agieren. Die Kommunikation wird durchbrochen. Sich solcher Vorg&auml;nge bewusst zu werden, ist bereits der Weg zur Besserung. Das heisst aber auch, dass eine Ver&auml;nderung nur m&ouml;glich ist, wenn jedes Individuum seinen eigenen Ich-Zustand ver&auml;ndert.<\/p>\n<p>Die schlimmste Missverstehens-Variante ist der Teufelskreis. Die lineare Kausalit&auml;t wird durch eine zirkul&auml;re ersetzt und der Konflikt schaukelt sich hoch. Jeder f&uuml;hlt sich im Recht und h&auml;lt sein Verhalten f&uuml;r eine blo&szlig;e Reaktion auf das Verhalten des anderen. Hier bieten sich zwei M&ouml;glichkeiten an. Zum einen die systematische Wahrnehmung von Interaktion. Dabei geht es darum, sich des eigenen Anteils am Geschehen bewusst zu werden und die emotionale Entr&uuml;stung gegen&uuml;ber dem Interaktionspartner zu vermindern. Zum zweiten hilft die Meta-Kommunikation, also der Austausch &uuml;ber die Emotionen, die im Teufelskreis eine Rolle spielen. Weg zu kommen vom Vorwurf von Verhaltensweisen hin zur Offenlegung der Emotionen, die hinter dem Verhalten stehen, kann helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen.<br \/>\nEine wichtige Rolle im Kommunikationsprozess spielt nat&uuml;rlich die Wahrnehmung, die ob der komplexen F&uuml;lle von Eindr&uuml;cken immer auch eine Interpretation des Einzelnen ist. Die momentane Befindlichkeit  beeinflusst ebenso wie innere Einstellungen und &Uuml;berzeugungen, wie wir Situationen und das Verhalten anderer interpretieren. Daher ist es m&ouml;glich, dass unsere Gef&uuml;hle zu einer Reaktion auf die Nachricht anderer f&uuml;hren, die mit diesem Gegen&uuml;ber gar nichts zu tun haben. Nat&uuml;rlich beeinflusst auch die Beziehung zum Gespr&auml;chspartner die Reaktion. Da werden dann fr&uuml;here Streitigkeiten miteinbezogen und R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Motive des anderen konstruiert. Es empfiehlt sich also, die eigene Reaktion zu &uuml;berpr&uuml;fen und Mutma&szlig;ungen auszuschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>Kommunikations-erschwerend kommt dazu, dass der Einzelne psychologisch kein Einzelner ist, sondern ein &quot;inneres Team&quot; in sich vereint. Innere Reaktionen sind h&auml;ufig nicht ganz klar, sondern vielf&auml;ltig und widerspr&uuml;chlich. Viele innere Stimmen melden sich, es kommt zu gemischten Gef&uuml;hlen.  Diese &quot;inneren Teammitglieder&quot; vereinen kognitive, emotionale und motivationale Anteile in sich. Es kommt nun darauf an, die Dynamik dieser einzelnen Teammitglieder zu eruieren und festzustellen, welche in die Interaktion im Kontakt zu anderen Menschen eingebracht werden. Selbstkl&auml;rung ist also die Voraussetzung f&uuml;r eine klare Kommunikation.<br \/>\nWas bedeutet das, f&uuml;r das Tanzgeschehen?  Es kommt darauf an, die Unterschiede zwischen den Partnern in ihren Bed&uuml;rfnissen herauszufinden und einen f&uuml;r beide gangbaren Weg oder Kompromiss zu finden. Entspannungs&uuml;bungen sind hilfreich, das Aufw&auml;rmen, ehe man gemeinsam aufs Parkett geht, unerl&auml;sslich. Gegenseitige Korrekturen im Paar sind problematisch und machen nur Sinn, wenn ein positiver Verbesserungsvorschlag gemacht wird, den der andere ohne Widerspruch umzusetzen versucht. Dabei haben beide Partner dieses Recht &ndash; zumindest f&uuml;nf Minuten lang! Dann sollte f&uuml;nf Minuten ohne Bemerkungen trainiert werden. Wer seinem Partner &bdquo;hilft&ldquo;, indem er beispielsweise mehr Rotation f&uuml;hrt, weil er denkt, der andere macht zu wenig, vermindert die Qualit&auml;t des eigenen Tanzens und produziert Stress auf Seiten des Partners. Das ist alles kontraproduktiv. Vern&uuml;nftiger ist es, den Trainer die Fehlerquelle ausfindig machen zu lassen. Was helfen kann ist, eine strittige Figurenfolge mit vertauschten Rollen zu tanzen, um selbst zu f&uuml;hlen, was vom anderen jeweils verlangt ist. Das Fazit von Julia Boies Studie: Um Tanzen nachhaltig zu verbessern ist es notwendig, Ver&auml;nderungen auf der Beziehungsebene, der pers&ouml;nlichen Ebene und der sportlichen Eben zu initiieren. Die F&ouml;rderung interpersoneller Kompetenzen ist von besonderer Wichtigkeit.<br \/>\nSo weit der theoretische Teil. Julia Boie beschreibt nun explizit die Testergebnisse eines sich &uuml;ber zwei Wochenenden erstreckenden Seminars mit diversen Probanden vieler Alters- und Leistungsgruppen. Dazu zieht sie Frageb&ouml;gen heran, die im Vorher-, Nachher- und Followup-Verfahren signifikante Aussagen zulassen &uuml;ber Fortschritte im kommunikativen und tanzsportlichen Bereich.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall bringt die Kenntnis dieser &bdquo;Kommunikation im Sport&ldquo; eine Verbesserung. Die Paare lernen einander besser zu verstehen und Konflikte zu vermeiden oder leichter zu l&ouml;sen. Das f&uuml;hrt zugleich zu einer Leistungssteigerung. Zudem vermittelt Julia Boie gerade im theoretischen Eingangsteil ihrer Arbeit diese komplexen und komplizierten psychologischen Zusammenh&auml;nge in einer sehr klaren und auch f&uuml;r Nicht-Psychologen verst&auml;ndlichen Form. Dieses Buch sollte Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r alle Tanztrainer werden, die durchaus einmal solche Erkenntnisse in ihrem Stunden behandeln sollten. Nat&uuml;rlich ist &bdquo;Kommunikation im Sport&ldquo; ebenso jedem leistungsorientierten Tanzpaar zu empfehlen. Es k&ouml;nnte viel Leid ersparen und dazu beitragen, dass Tanzen wieder mehr Freude bereitet.<\/p>\n<p>Julia Boie: Kommunikation im Sport<br \/>\nKonzeption und Evaluierung eines Kommunikationstrainigs auf Basis der Modelle Schulz von Thuns f&uuml;r den Tanzsport<br \/>\nZugleich Dissertation, Technische Universit&auml;t Braunschweig 2010<br \/>\nVerlag Dr. Kovac www.verlagdrkovac.de<br \/>\n348 S. 97 &euro; ISBN 978-3-8300-5619-5<\/p>\n<p>Autor: Ute Fischbach-Kirchgraber, Redaktion Ballroom<\/p>\n<p><em>Vorbildliche Kommunikation im Tanzpaar: Simone Segatori und Anette Sudol (K&uuml;rtanz-Weltmeister der Amateure).<br \/>\nFoto: Thomas Kirchgraber<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Julia Boies Studie &bdquo;Kommunikation im Tanzsport&ldquo; Dass die Effektivit&auml;t des Trainings durch &bdquo;wiederkehrende Konflikte&ldquo; und &bdquo;Partnerschaftsproblematik&ldquo; stark beeintr&auml;chtigt wird, wie es in der Einleitung von Julias Bowies wissenschaftlicher Studie &bdquo;Kommunikation im Sport&ldquo; hei&szlig;t, ist jedem klar, der selbst einmal in einem Tanzclub auf dem Parkett stand. 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