Die deutschen Theater, Orchester und Festspiele haben in der Spielzeit 2023/24 insgesamt 25,3 Millionen Besuche gezählt – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 22,4 Millionen. Das geht aus der 59. Auflage der Theaterstatistik hervor, die der Deutsche Bühnenverein jetzt veröffentlicht hat.
Die Betriebseinnahmen der Theater in öffentlicher Trägerschaft stiegen um 17 Prozent, die Zuweisungen und Zuschüsse um 8,4 Prozent – eine Entwicklung, die mit steigenden Personal- und Sachkosten korreliert und sich so nicht fortsetzen wird. Denn seit Ende 2024 sind die Theater und Orchester trotz zunehmender Kosten mit drastischen Einsparungen konfrontiert.
Die Zahl der ständig Beschäftigten an den Theatern in öffentlicher Hand wuchs um rund 4 Prozent, die der unständig Beschäftigten sogar um rund 6 Prozent. Mit mehr als 40.000 Beschäftigten bleiben die Bühnen bundesweit wichtige Arbeitgeber, gerade in strukturschwachen Regionen.
Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Bühnenvereins, sieht darin einen notwendigen Perspektivwechsel: In einer Zeit, in der über Theater und Orchester primär als Kostenfaktoren diskutiert werde, richte die Statistik den Fokus auf die Leistungskraft der Bühnen.
Die Theaterstatistik gibt einen Überblick über die Daten der öffentlich getragenen und privaten Theater, der Konzertorchester, Festspielunternehmen und Produktionshäuser in Deutschland sowie die wesentlichen Grunddaten der öffentlichen Theaterbetriebe in der Schweiz und Österreich. Erstmals wird die Entwicklung der Zahlen zu Besuchen, Veranstaltungen, Beschäftigten, Zuweisungen und Einspielergebnissen seit der letzten vorpandemischen Spielzeit grafisch dargestellt.
Die Publikation steht kostenlos zum Download bereit.
Quelle: Deutscher Bühnenverein
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