Thomas Gumbsch und Jasmin Lorenz, die Deutschen Vizemeister Standard 2025 DAT ProfiLeague. Fotos © Thomas Kirchgraber
BallroomDFY+

Die DATprofiLeague ist ein Lichtblick in der Ballrom-Szene

Tanzfreude mit neuem Publikum und vereinten Professionals

von Ute FISCHBACH-KIRCHGRABER

Kunst braucht Publikum. Vor allem, wenn es um die Tanzkunst geht, die im Augenblick vergänglich ist. Denn erst im Miterleben des Betrachters kann sich dieses transitorische Ereignis entfalten. Und da sieht es in der Ballroom-Szene sehr düster aus. Wenn sich in den unteren Tanzklassen, falls überhaupt, Zuschauer einfinden, dann sind das vor allem Angehörige, die miterleben wollen, wie sich der Sprössling auf dem Parkett macht. Aber dass sich in den höchsten Klassen und selbst bei den Professionals kaum Publikum zeigt, ist eine Entwicklung, auf die Corona wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat.

Und nicht nur das Interesse des Publikums an reinen Tanz(sport)turnieren ist abgeflaut, auch die Spitzentänzer und Top-Professionals selbst bleiben diesen Sportveranstaltungen fern, und Nachwuchs ist nur spärlich in Sicht.

Dabei boomt das Tanzen derzeit in Deutschland. Laut aktuellsten Umfragen tanzen in Deutschland 43 Millionen Menschen. Davon haben 38 Millionen Menschen von jung bis alt sogar schon einen Tanzkurs besucht. Die traditionsreiche Welttanzgala im Kurhaus von Baden-Baden feierte just ihre 30. Auflage und war innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft, und auch im Fernsehen erzielen Tanzformate regelmäßig höchste Einschaltquoten wie die diesjährige „Let´s Dance“-Staffel mit 50 Millionen Zuschauern.

Fotos © Thomas Kirchgraber

Sherlock Holmes, alias Dr. Thomas Gumbsch mit Partnerin Jasmin Lorenz

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