Laut Dachverband Tanz gibt es in der Bundesrepublik gegenwärtig 63 Tanz- und Ballettkompanien, die größte Dichte zumindest innnerhalb Europas. Hier sei der einstigen deutschen Kleinstaaterei ausnahmsweise einmal Dank. Immerhin zehn der aktiven Ensembles sollen über mehr als 30 Tänzerpositionen verfügen, 53 wären demnach von mittlerer Größe oder, schwieriger zu bespielen, eher personelle Winzlinge mit acht Positionen. In den folgenden Überblick wurden 37 Kompanien einbezogen. Was sich dabei abzeichnet, ist nicht repräsentativ, zeigt aber eine Tendenz auf. Jeweils acht Mal stehen „Le Sacre du printemps“ und „Der Nussknacker“ auf dem Spielplan, als Neuinszenierung oder als Übernahme aus der vergangenen Saison. Mit je sechs Mal folgen „Romeo und Julia“ und „Boléro“, zwei Mal dann „Carmen“-Versionen. Die Spielhäufigkeit des „Nussknacker“ überrascht nicht, die von „Sacre“ schon eher. Vielleicht wagen sich so viele Choreografen an eine der spektakulärsten Kompositionen, weil sie gefühlt perfekt zu den Verwerfungen und Zerwürfnissen unserer Zeit passt. Was die Tanzschöpfer dazu mitzuteilen haben, macht neugierig.
Beginnen wir die Umschau mit den größten Kompanien. Das Staatsballett Berlin kündigt zwei Uraufführungen an:

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