Noverre 2018: Alba Mendax von Alessandro Giaquinto, © Stuttgarter Ballett
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Das Stuttgarter Ballett gibt Jungen Choreographen ein neues Zuhause. Einzigartiges Projekt kann dank Tamas Detrichs Engagement fortbestehen.

Nach der offiziellen Auflösung der Noverre-Gesellschaft e.V. Ende 2018 wird das Projekt „Junge Choreographen” nun vom Stuttgarter Ballett fortgeführt. Am 8. Mai 2018 war mit mehrheitlichem Votum im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins beschlossen worden, der sich von da an bis zur endgültigen Auflösung im Liquidationsstatus befand. Bekanntheit erlangte die Gesellschaft vor allem mit ihrem seit 1958 jährlich wiederkehrenden Projekt Junge Choreographen.

Ballettintendant Tamas Detrich war es eine Herzensangelegenheit, dieses Projekt zu retten – war es schließlich seit seiner Gründung ein nicht wegzudenkender Förderer junger Nachwuchschoreographen mit Strahlkraft. „Die Vision von Fritz Höver, Gründer der Noverre-Gesellschaft, und John Cranko, damals Direktor des Stuttgarter Balletts, aufstrebende Choreographen – oder einfach diejenigen, die sich in diesem Fach ausprobieren wollten – eine Plattform zu bieten, muss weiterleben!”, so Detrich.

Noverre 2018: Arpatruf von Shaked Heller, © Stuttgarter Ballett

Umso glücklicher sind alle Beteiligten, dass nun eine Lösung gefunden werden konnte: Ab der laufenden Spielzeit 2018/19 wird das Projekt unter dem Dach des Stuttgarter Balletts unter dem Namen Noverre: Junge Choreographen fortgeführt. Tamas Detrich freut sich außerdem, als Projektverantwortliche Sonia Santiago begrüßen zu können, die über mehrere Jahre hinweg ehrenamtlich die Organisation der Noverre-Veranstaltungen übernommen hatte und selbst langjähriges Vereinsmitglied war. „Die Noverre-Gesellschaft war mit ihren Junge ChoreographenAbenden lange eine weltweit einzigartige Institution. Keine andere ist so früh in die Nachwuchsförderung aufstrebender Choreographen eingestiegen, keine andere hat so viele Talente entdeckt und gefördert”, so Detrich. „Die Jungen Choreographen-Abende haben außerdem dazu beigetragen, dass das Repertoire des Stuttgarter Balletts über Jahre hinweg bereichert wurde und wir sind sehr froh, dass es möglich ist, dieses Projekt weiterzuführen und die langjährige Arbeit der Noverre-Gesellschaft mit Beibehaltung des Namens Noverre zu würdigen.”

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