Yurie Matsuura und Liam Blair, Foto Bettina Stöss
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25.01.Onegin Aalto Ballett Essen

Alexander Puschkins Romanklassiker „Eugen Onegin“ erzählt die Geschichte der unglücklichen Liebe zwischen Tatjana und Onegin. Als Tatjana dem arroganten Großstädter ihre Liebe gesteht, wird sie schroff zurückgewiesen. Für sie bricht eine Welt zusammen. Jahre später trifft Onegin sie wieder – als gereifte und stolze Frau, verheiratet mit dem Fürsten Gremin. Vergeblich fleht er sie um eine zweite Chance an, doch Tatjana bleibt ihrem Mann treu, obwohl sie Onegin noch immer liebt.

Wohl kaum eine andere Rolle der Ballettgeschichte eröffnet einer Tänzerin solch eine Vielzahl an Möglichkeiten der Rollengestaltung, denn Tatjana entwickelt sich vom naiv verträumten Teenager zur reifen Frau, die eine Entscheidung zwischen Leidenschaft und Pflicht zu treffen hat. John Cranko übernahm dabei nicht nur Libretto und Charaktere von Puschkin, sondern überformte, ja radikalisierte diese mit der tragischen Zuspitzung auf die unglückliche Liebe zwischen Tatjana und Onegin. Entstanden ist ein hochdramatisches Handlungsballett, das auch über 50 Jahre nach der Uraufführung der zweiten Fassung am 27. Oktober 1967 mit dem Stuttgarter Ballett gleichermaßen ergreifend wie dramatisch ist.Trotz der  thematischen Nähe des Balletts zu Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“ aus dem Jahr 1879 verzichtete Kurt-Heinz Stolze gänzlich auf Musik aus diesem Werk und wählte stattdessen wenig bekannte Klavierstücke Tschaikowskis, die er orchestrierte und leitmotivisch verarbeitete. Zu dieser berauschenden Musik entspinnt sich eine Geschichte über unerfüllte Liebe, verborgene Sehnsüchte und ewige Treue.

Info und Karten: https://www.theater-essen.de/spielplan/onegin/2697/

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