Vom Eleven zum Solisten

09.10.2017

Aaron S. Watkin entdeckte und fördert den Tänzer Julian Amir Lacey beim Semperoper Ballett in Dresden

Julian Amir Lacey aus Los Gatos in den USA begann seine Ausbildung zum Tänzer in San Francisco, wo er klassische Grundlagen erwarb, neoklassische Erweiterungen im Geiste Balanchines kamen dazu mit dem Abschluss in New York. Im Rahmen des Elevenprogramms beim Semperoper Ballett kam er 2013 nach Dresden, machte bald als Coryphée auf sich aufmerksam, besonders als Mr. Pnut in Forsythes „Impressing the Czar“. Inzwischen tanzt er auch im Pas de deux Berio 1 in „Neue Suite“ von Forsythe. Auf klassischem Gebiet war er als Gemahl der Zuckerfee in Aaron S. Watkins Dresdner Nussknacker-Fassung erfolgreich und zunächst mit Sarah Hay als Manon, später mit Anna Merkulova in der Titelpartie, als Des Grieux im Ballett von Kennteh MacMillan. Dresdens Ballettdirektor Aaron S. Watkin hatte Julian Amir Lacey bei einer Präsentation der Ballett School of American Ballet gesehen und erkannte sofort seine Voraussetzungen für die Dresdner Kompanie mit ihrem wesentlich durch Forsythe geprägten Repertoire und damit verbundenen Korrespondenzen des zeitgenössischen Tanzes mit denen des Balletts.


Dazu der Dresdner Ballettdirektor im Gespräch mit Boris Gruhl:



Was fiel Ihnen besonders auf, als sie Julian Amir Lacey damals in New York sahen und ihn dann nach Dresden in das Elevenprogramm holten?

Aaron S. Watkin: „Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Julian das erste Mal im Training an der School of American Ballet in New York sah. Das erste was mir an ihm auffiel, war, dass er extrem koordiniert war, unglaublich bewegt. Er hatte eine wunderbar dynamische Musikalität und aufregend starke Technik – vor allem die Drehungen und Sprünge waren seine Stärke.“

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Fotos: Julian Amir Lacey als Des Grieux in „Manon“ von Kenneth MacMillan, Foto Ian Whalen

Semperoper Ballett Dresden - Ballettdirektor Aaron S. Watkin, Porträtfoto von Ian Whalen

           

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