Jonah Cook mit Konstanze Vernon Preis geehrt

17.03.2017

Am 16. März 2017 erhielt, nach Ivy Amista, Jonah Cook den Konstanze Vernon Preis. Das englische Ausnahmetalent kam in der Spielzeit 2012/2013 vom Londoner Royal Ballet nach München. Zunächst wurde er Volontär am Bayerischen Staatsballett und tanzte in dessen Ensemble sowie in dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II / Junior Company. Binnen weniger Jahre stieg er zum Solisten auf und begeisterte das Münchner Publikum in klassischen wie modernen Partien, zuletzt als Titelheld in John Crankos„Romeo und Julia“, als Crassus, Spartacus’ Gegenspieler in Yuri Grigorovichs gleichnamigem Helden-Ballett, und in Pina Bauschs „Die Kinder von gestern, heute und morgen“. Auch in den Neukreationen von Aszure Barton, Russell Maliphant und Richard Siegal brillierte er.

Jonah Cook in die Rolle des Crassus im "Spartacus" Ballett von Yuri Grigorovich. Foto Wilfried Hoesl

Jonah Cook überzeugte die Jury, bestehend aus Gigi Hyatt, Prof. Birgit Keil, Ivan Liška (Foto) Judith Turos und Igor Zelensky, vor allem durch seine interpretatorischen Fähigkeiten. „Jonah Cook ist eine außerordentlich vielseitige Tänzerpersönlichkeit: leidenschaftlich und sensibel, humorvoll und ernst, neugierig und klug zugleich. Zudem besitzt er eine glänzende Technik, mit der er uns bereits bei seiner Audition für das Bayerische Staatsballett II / Junior Company faszinierte. Seine herausragende Entwicklung hat uns dazu bewogen, ihm den 2. Konstanze Vernon Preis zu widmen“, fasste Ivan Liška, Leiter der Heinz-Bosl-Stiftung, das Jury-Urteil zusammen. Ebenfalls für den Preis nominiert waren Ksenia Ryzhkova, Erste Solistin des Bayerischen Staatsballetts, und Jacopo Bellussi, der erst kürzlich zum Solisten des Hamburg Ballett ernannt wurde.

Preisträger Jonah Cook (2. v. l.) mit den JurorInnen Ivan Liska, Prof. Birgit Keil und Gigi Hyatt (v. l. n. r.) © Charles Tandy

Der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der gestern Abend eine grandiose Laudatio auf Jonah Cook hielt.
Neben ihn Dr. h.c. Irène Lejeune, die Großsponsorin der Heinz-Bosl-Stiftung. Foto von Charles Tandy.


DER PREIS

Konstanze Vernon (1939 – 2013) verfügte aus ihrem Nachlassvermögen die Etablierung eines nach ihr benannten Preises an eine Tänzerpersönlichkeit, die entweder bereits internationales Ansehen genießt oder aber am Beginn einer herausragenden Karriere steht. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

DIE JURY

Die von der Heinz-Bosl-Stiftung berufene Jury setzt sich derzeit aus angesehenen Künstlerpersönlichkeiten zusammen, die zum größten Teil noch eng mit Konstanze Vernon zusammen gearbeitet haben:

Gigi Hyatt
Leiterin der Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier

Prof. Birgit Keil
Ballettdirektorin und Kammertänzerin am Badischen Staatsballett Karlsruhe, Leiterin der Akademie des Tanzes der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim

Ivan Liška
Vorstand der Heinz-Bosl-Stiftung

Judith Turos
Ballettmeisterin des Bayerischen Staatsballetts

Igor Zelensky
Ballettdirektor des Bayerischen Staatsballetts

Hier lesen Sie ein Kommentar von Vesna Mlakar
 

           

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