2/2006 März/April

Editorial Ausgabe März/April 2006

 

Man ist immer so jung, wie man sich fühlt und so frei, wie man sein will.

„Frei sein“, das war auch das Credo eines der bedeutendsten Choreografen des 20. Jahrhunderts: Glen Tetley. Unermüdlich, bis ins hohe Alter, bereiste der Amerikaner die ganze Welt, um seine Werke einzustudieren und neue Stücke zu kreieren. Am 3. Februar 2006, ist der ehemalige Tänzer und Direktor des Nederlands Dans Theaters sowie des Stuttgarter Balletts 80 Jahre alt geworden. Grund genug für Intendant Reid Anderson, einen dreiteiligen Premierenabend als tänzerische Geburtstagsparty zu veranlassen. Und ein Grund mehr für die Stuttgarter Compagnie, ihr unbestrittenes Können zu zeigen. dance for you berichtet über die Premiere und widmet dem Ausnahmekünstler zum Geburtstag ein Portrait. Auch jüngere Talente zeigten sich gleich zu Beginn des Jahres, beim 34. Prix de Lausanne, der übrigens viele Neuerungen parat hatte, und auch für die Zukunft noch Vielversprechendes bereit hält. Wir berichten über den Wettbewerb und die Stars von morgen.  Viele Tanzschaffende betrachten ihre Arbeit nicht als Beruf, sondern eher als Berufung. Warum das so ist, verrät uns auch Mario Schröder. Der Chefchoreograf und Ballettdirektor aus Kiel schuf bisher über 50 Choreografien und hat mit seinen Produktionen in der Vergangenheit immer wieder Erfolge gefeiert. Wir haben mit ihm über die Anfänge seiner Tanzkarriere gesprochen und Einblick in seine Arbeitsweise gewonnen.  

Den Tanz als Berufung betrachtet auch der derzeitige Ballettdirektor des neu formierten Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper, Gyula Harangozó. dance for you sprach mit ihm über die Chancen und Herausforderungen, die seine neue Aufgabe ihm bietet.

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